Winterabend im gemütlichen Heim

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Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe heute meine Nelly fotografiert, während sie einen Winterabend, eingekuschelt in ihre Lieblingsdecke, verschläft. Dabei fielen mir folgende Zeilen ein:

 

Schnurrend tratst du in mein Leben, das du zärtlich jetzt regierst.

Machtest mich zum Katzennarr, stahlst mein Herz ganz ungeniert.

Im Fenster nur der Mond sich spiegelt, doch das lässt dich einfach kalt.

Völlig unbewegt verharrst du kleines Wesen, als wärst du nicht von dieser Welt.

Da liegst du, eingehüllt in eine warme Decke, träumend von Abenteuern, während die Nacht ganz langsam verstreicht,

nur deine Barthaare zucken ganz leicht.

Du süße Nelly, jetzt komm ich zu dir, streichele sanft dein weiches Fell.

Dein treuer Blick, der auf mich fällt, macht mein Herz weit und hell.

 

Liebe Grüße und kommt weiterhin gut durch den Winter,

eure Uta

 

Text und Foto: Uta Wentzke

„Das kleinste Katzentier ist ein Meisterstück“

Diesem Zitat von Leonardo da Vinci stimme ich uneingeschränkt zu. Katzen sind etwas Besonderes. So ist es nicht verwunderlich, dass der Mensch seit Jahrtausenden mit ihnen zusammenlebt. Vielleicht entdeckt er auch seine eigenen Charaktereigenschaften in der Katze wieder. Stolz und Unabhängigkeit, Anhänglichkeit, jedoch nur, wenn es ihr beliebt, so kennen wir sie.

 

Bereits meine Kindheit habe ich mit Katzen verbracht. Hauskatze Tapsi war ein treuer Begleiter durch meine Kindertage. Als ich erwachsen wurde, zog Kartäuser-Kater Adonis bei uns ein. 18 Jahre lebte er bei uns, bevor er über die Regenbogenbrücke ging. Lange hielten wir es nicht ohne Katze aus. Seit sechs Jahren leisten uns die beiden British-Kurzhaar-Schwestern Nelly und Samira Gesellschaft.

 

Sanftheit, Zuneigung und eine bedingungslose Liebe uns Menschen gegenüber, das ist es, was uns an ihnen fasziniert. Elegant schreiten unsere beiden Divas durch die Räumlichkeiten, als wären sie sich ihrer Schönheit bewusst. Jederzeit sind sie für eine Schmuseeinheit zu haben. Die Schwestern hängen sehr aneinander. Fast alles unternehmen sie gemeinsam.

 

Das geht bereits am Morgen los. Beide sitzen erwartungsvoll in der Badewanne und warten ungeduldig, bis wir den Wasserhahn aufdrehen für die sprichwörtliche Katzenwäsche.

 

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Einträchtig fressen sie nebeneinander ohne Streit. Bis die Zweibeiner von der Arbeit nach Hause kommen, verschlafen sie den Tag.

 

 

Warum sollten wir den Puppenwagen nicht einmal zweckentfremden? Für ein Schläfchen ist der allemal gut.

 

 

Sobald sich jedoch die Wohnungstür öffnet, erwachen die beiden Tiger zum Leben. Nun stehen Kuscheln und Spielen auf dem Programm. Samira ist besonders mitteilsam und erzählt „schnatternd“ von ihrem Tag. Liebenswürdiger kann man nicht begrüßt werden.

 

Besonders einfühlsam sind unsere Katzen, wenn es uns nicht gut geht. Sie legen sich mit ins Bett und verschlafen die Zeit, bis wir wieder fit sind.

 

Wir und unsere Samtpfötchen, das ist eine wunderbare Beziehung.

 

Ich möchte meine Liebeserklärung mit den Worten von R. M. Rilke ergänzen:
„Das Leben und dazu eine Katze, das ergibt eine unglaubliche Summe, ich schwör`s euch!!“

 

Text und Fotos: Uta Wentzke

Nellys Stippvisite

Hatte ich da gerade die Türklingel gehört? Verschlafen schielte ich zum Wecker. Halb fünf morgens, also musste ich geträumt haben. Kaum hatte ich mich entspannt noch einmal umgedreht, da klingelte es erneut. Empört stieg ich aus dem Bett. Wer traute sich denn, an einem Samstag um diese Zeit zu klingeln? Mit einem mulmigen Gefühl näherte ich mich der Tür. Es war doch hoffentlich nichts passiert? Wer war das nur, die Polizei etwa? Auf nackten Sohlen schlich ich im dunklen Flur Richtung Tür und schaute durch den Spion. Bei dem Anblick, der sich mir bot, stockte mir glatt der Atem. Mein Nachbar stand im Schlafanzug vor der Tür, mit meiner Katze Nelly auf dem Arm. Wie konnte das sein? Ich riss die Tür auf und in diesem Moment sprang Nelly ganz galant von Nachbars Arm, eilte in meine Wohnung und nahm ihren Lieblingsplatz auf dem Sofa ein.

Mein Nachbar erzählte mir nun, wie Nelly ihn des Nachts überrascht hatte. Sie war über unser Dachfenster zu einem nächtlichen Spaziergang aufgebrochen. Scheinbar hatte sie entschieden, dem Nachbarn noch einen Besuch abzustatten und war über sein Dachfenster direkt im Ehebett gelandet. Beide waren zu Tode erschrocken, als auf einmal eine Katze wie aus heiterem Himmel auf sie fiel. Da mein Nachbar Nelly kannte, machte er sich umgehend auf den Weg zu mir. Seine Frau jedoch mied mich in der folgenden Zeit. Scheinbar war sie nachtragender als ihr Mann.

Mir war diese Sache sehr peinlich, aber mein Nachbar nahm das Ganze locker und meinte nur schmunzelnd: „Kann passieren“. Unserer guten Nachbarschaft hat diese Geschichte zum Glück keinen Abbruch getan. Mit einem kleinen Entschuldigungsgeschenk als Wiedergutmachung konnte ich mich noch einmal bei den netten Nachbarn für ihre Nachsicht bedanken.

Nelly schien jedoch ein schlechtes Gewissen gehabt zu haben, denn sie benahm sich danach vorbildlich, schnurrte und blickte mich stolz an. Und wie hätte ich dem Blick dieser niedlichen Katze auch widerstehen können? Schnell hatte ich ihr diese Stippvisite beim Nachbarn verziehen.

Nelly

 

 

 

Text und Foto: Uta Wentzke

Weihnachtszeit – Zeit zum Backen

Uta verrät euch heute ein altes Familienrezept für Kokosmakrönchen.

Zutaten:

5              Eiweiß steifschlagen

180 g        Zucker

300 g        Marzipan-Rohmasse

250 g        Kokosraspeln

2 EL          Zitronensaft

2 EL          Rum (wenn gewünscht)

Zubereitung:

Alles zu einer Masse rühren und kleine Häufchen auf Oblatentäfelchen (geht auch ohne) geben.

Bei 160°C Umluft ca. 15-20 min. backen.

 

Wir wünschen euch viel Spaß beim Backen und Naschen.

Eure Uta und Susanne

Wie man sich eine hohe Wasserrechnung einfangen kann

Ich möchte hier eine lustige Anekdote weitergeben, die meine Freundin Elke erlebt hat.

Elke war Single und hatte sich zu dem Zeitpunkt des Geschehens gerade eine neue Mitbewohnerin zugelegt, die dreifarbige Glückskatze „Dolly“. Nun wollte ich natürlich von ihr wissen, warum sie ihrer Katze ausgerechnet diesen Namen gegeben hatte. Elke hatte auch prompt eine Antwort parat. Da sie mit Nachnamen Bauer hieß, fand sie es witzig, ihre Mieze „Dolly B.“ zu rufen. Weitere Erklärungen sind da sicher nicht nötig. Meine Elke war halt immer für ein Späßchen gut.

Eines Abends rief mich Elke an und beschwerte sich über ihre hohe Betriebskostenabrechnung. Besonders der völlig überhöhte Wasserverbrauch wunderte sie sehr. Sie hatte einen Vollzeitjob und kam oft auch erst spät nach Hause. Wie sollte sie da so viel Wasser verbraucht haben? Nicht einmal ihre älteren Nachbarn, die fast den ganzen Tag daheim waren, hatten so einen Verbrauch.

Meine Freundin schnappte sich daraufhin die Abrechnung und wurde bei ihrer Hausverwaltung vorstellig mit der Bitte, diese Abrechnung doch noch einmal zu überprüfen. Doch die Abrechnung war fehlerfrei, auch die Zählerstände stimmten. Elke fand sich murrend mit der Tatsache ab und hoffte, dass die nächste Abrechnung sie nicht mehr so viel kosten würde. Ich verstand ihren Ärger nur allzu gut, konnte ihr aber auch nicht helfen.

Etliche Wochen vergingen, bis ich wieder einmal bei meiner Freundin Elke zu Besuch war. Natürlich wollte ich auch sehen, wie sich „Dolly“ mittlerweile in ihrem neuen Zuhause eingelebt hatte. Wir verbrachten einen gemütlichen Abend, kicherten bei einem Gläschen Rotwein über alte Klassenfotos, während „Dolly“ faul auf dem Kratzbaum lag und nur ab und zu den Kopf hob, wenn wir zu laut lachten.

Vor dem Heimweg suchte ich die Toilette auf. Als ich schlussendlich den Taster der Spülung betätigen wollte, fiel mir auf, dass genau auf diesem ein Blumentopf stand. Ich wunderte mich schon etwas über den merkwürdigen Standort des Blumentopfes und stellte ihn geradewegs auf die Fensterbank. Dann teilte ich Elke mit, dass ich mal eben den Blumentopf vom Taster der Spülung auf die Fensterbank zurückgestellt habe. Sie schaute mich zuerst verdutzt an und fing dann wie verrückt an zu lachen. Nur wusste ich gar nicht, was mit ihr los war und zuckte verzweifelt mit den Schultern. Als sich Elke von ihrem Lachanfall beruhigt hatte, erzählte sie mir eine schräge Geschichte.

Als sie vor einigen Wochen mit einer dicken Erkältung krank daheim lag, machte sie eine Entdeckung. Sie hatte ein warmes Bad genommen, sich ins Bett gelegt und in eine Decke eingewickelt, wo sie sogleich einschlief. Plötzlich wachte sie von einem Geräusch auf. Waren da etwa Einbrecher in ihrer Wohnung? Sie hörte, wie die Toilettenspülung mehrfach betätigt wurde und machte sich trotz ihrer großen Angst auf den Weg Richtung Bad. Als sie vorsichtig den Kopf zur Badtür hineinsteckte, traute sie ihren Augen kaum.

Da saß doch ihre „Dolly“ gemütlich auf dem Spülkasten und drückte mit der Pfote immer wieder den Taster der Spülung. Sie fand das Geräusch wohl einfach unwiderstehlich. Und Elke fiel es wie Schuppen von den Augen: „Dolly“ hatte die hohe Wasserrechnung verursacht!

Seit diesem Moment stand immer ein Blumentopf auf dem Taster.

Übrigens: Die nächste Betriebskostenabrechnung fiel wieder normal aus.

In lieber Erinnerung an Elke B., die viel zu früh an einer schweren Krankheit verstarb, und an „Dolly“, die nach Elkes Tod ein gutes neues Zuhause fand. Leider konnte ich „Dolly“ nicht bei mir aufnehmen, da meine Katzen sie nicht akzeptiert hätten.

Text und Fotos von Uta Wentzke