Auf ins Jahr 2020!

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Uta und ich wünschen euch ein gesundes neues Jahr. Mögen die Höhen die Tiefen überwiegen und ihr euren Träumen und Wünschen einen Schritt näher kommen.

Zu Neujahr

Will das Glück nach seinem Sinn

Dir was Gutes schenken,

Sage Dank und nimm es hin

Ohne viel Bedenken.

 

Jede Gabe sei begrüßt,

Doch vor allen Dingen:

Das, worum du dich bemühst,

Möge dir gelingen.

Wilhelm Busch (1832 – 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

(Quelle: Busch, W., Gedichte. Schein und Sein, 1909)

 

Liebe Grüße,

Uta mit Nelly und Samira und Susanne

Prinzesschens Weihnachtsüberraschung

Liebe Leserinnen und Leser,

wir, d. h. Uta und Susanne nebst den Katzen Nelly und Samira, wünschen euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreis eurer Familien sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

FullSizeR(1)

FullSizeR_2(1)

Ich mag die blöde Mütze nicht!

IMG_3211

Mir steht sie aber gut, oder?

 

Hier folgt eine neue Geschichte von Prinzesschen. Viel Spaß beim Lesen.

 

Der Schnee ließ auf sich warten. Es würde wohl kein weißes Weihnachtsfest geben in diesem Jahr. Heute war es besonders trübe. Die nackten Äste der Bäume bogen sich im Wind, Regentropfen sammelten sich an der Fensterscheibe, an die Prinzesschen ihre Nase drückte. Ein Abenteuer, das wäre jetzt willkommen, dachte sie. So wie im letzten Jahr, als sie den Weihnachtsmann und seine treuen Rentierhelfer getroffen hatte. Von diesem Ausflug hatte sie noch oft geträumt. Seit Wochen jedoch plagte sie die Langeweile. Anton, der Nachbarskater, kam immer seltener hinaus. Er mochte keinen Regen. Stundenlang saß sie daher nun schon am Fenster und wartete darauf, dass etwas passierte.

Am nächsten Tag war es endlich vorbei mit der Tristesse. Frau Mayer verbreitete bereits am Morgen eine aufgeregte Freude. Sie summte eine Weihnachtsmelodie, während sie den Teig knetete. Prinzesschen maunzte und hatte Erfolg. Diese süße klebrige Köstlichkeit liebte sie sehr. Leider kam sie eher selten in den Genuss. Frau Mayer hatte beim letzten Mal drohend ihren Zeigefinger gehoben, als Prinzesschen nach mehr verlangte.
»Sonst wirst du noch genauso dick wie Anton.«
Der Duft nach den Lebkuchen, die im Ofen vor sich hin buken, zog durch das ganze Haus. Der Hausherr kam in die Küche, noch im Schlafanzug. Er warf einen sehnsüchtigen Blick durch das Ofenfenster. Frau Mayer lachte.
»Ihr zwei seid mir schon eine große Hilfe, immer zur Stelle, wenn es ums Essen geht.«

Der Heilige Abend war gekommen. Der Weihnachtsbaum stand in voller Pracht und Beleuchtung im Wohnzimmer und die Mayers hatten sich in Schale geworfen. Prinzesschen lebte nun schon einige Jahre in der Familie und konnte die Aufregung nicht nachvollziehen.
»Na, meine Kleine, bist du schon gespannt? Heute kommt Franzi.«
Bei diesem Namen spitzte Prinzesschen die Ohren. Ihrer Meinung nach kam Franzi viel zu selten zu Besuch. Frau Mayer meinte zwar immer, das wäre normal, wenn Kinder erwachsen würden. Prinzesschen nahm es Franzi trotzdem übel. Sie würde ihr am Anfang die kalte Schulter zeigen. Ein schlechtes Gewissen durfte sie ruhig haben.

Es klingelte. Frau Mayer eilte freudestrahlend zur Haustür. Prinzesschen rollte sich auf ihrem Kissen auf der Fensterbank zusammen und stellte sich schlafend. Doch im nächsten Moment brach ein Tumult über das sonst so ruhige Leben der Mayers hinein.
»Ach du meine Güte, wer ist das denn?«, rief Herr Mayer und seine Frau kreischte.
Prinzesschen öffnete ein Auge zu einem schmalen Schlitz und wäre beinahe vom Kissen gefallen. Was hatte Franzi da für eine Bestie angeschleppt? Ein kleines Energiebündel, weiß mit schwarzen Punkten, sprang vor ihr auf und ab und bellte in den höchsten Tönen. Vor lauter Erregung hing dem Kerl schon die Zunge aus dem Maul. Prinzesschen schloss das Auge wieder, in der Hoffnung, der Hund würde verschwinden. Doch das Bellen hörte nicht auf, auch nicht, als Franzi schimpfte.
Dann würde Prinzesschen eben selbst zur Tat schreiten müssen. Sie sprang auf und sträubte das Fell. Zusätzlich fauchte sie, so laut sie konnte, doch der Dalmatinerwelpe schien völlig unbeeindruckt. Im Gegenteil, er verstand das Ganze als Spielaufforderung und versuchte, mit immer verrückteren Sprüngen an die Fensterbank zu gelangen.
Prinzesschen drückte sich dicht ans Fenster und funkelte ihn mit einem stechenden Blick an. Bei anderen Hunden hatte das immer funktioniert. Nicht so bei diesem, der scheinbar noch nie mit einer Katze zu tun hatte. Prinzesschen würde ihm eine Lektion erteilen, die er so schnell nicht vergessen würde. Mit einem Satz sprang sie von ihrem Stammplatz herunter und landete direkt vor der Nase des verdutzten Welpen. Der Dalmatiner setzte sich auf sein Hinterteil und schaute sie erwartungsvoll an. Prinzesschen erteilte ihm einen Tatzenhieb auf die Nase, stolzierte dann mit erhobenem Kopf direkt an ihrer Familie vorbei und verschwand durch die noch immer offenstehende Haustür.

Ihr Freund Anton saß unter dem Vogelhäuschen, eine seiner Lieblingsbeschäftigungen im Winter. Dabei war er viel zu schwerfällig, um auch nur einen der schlauen Wintergäste zu erbeuten.
»Anton, du glaubst nicht, was sich meine Familie wieder erlaubt hat.«
»Psst, sei leise. Du verschreckst die Vögel.«
Prinzesschen kicherte.
»Glaubst du wirklich, dass die sich von dir fangen lassen?«
Anton warf ihr einen beleidigten Blick zu.
»Na, erzähl schon. Was ist los mit deinen Dosenöffnern?«
Der Kater schüttelte den Kopf, nachdem Prinzesschen ihre Geschichte beendet hatte.
»Das werden harte Tage für dich. Der Hund scheint ja völlig unerzogen zu sein. Was hat sich Franzi nur dabei gedacht?«
»Prinzesschen, wo bist du?«
Franzi lief durch den Garten, in der Hand eine Packung mit Prinzesschens Lieblingsleckerchen. Scheinbar hatte sie ein schlechtes Gewissen. Prinzesschen würde sie noch ein wenig zappeln lassen. Und morgen, morgen war der Tag der Abrechnung.

Die Nacht war friedlich verlaufen. Franzi hatte den Hund mit in ihr ehemaliges Zimmer genommen. Ab und zu war ein Fiepen und Kratzen an der Tür zu vernehmen, aber wenigstens war Prinzesschen jetzt sicher in ihrem Körbchen. Sie war weiterhin entschlossen, ihr Revier zu verteidigen. Franzi würde schon sehen, wer hier das Sagen hatte.
Sie träumte gerade davon, wie sie mit Anton durch die Nachbarschaft streifte, um auf Mäusejagd zu gehen, als sie etwas Kaltes auf ihrer Nase spürte. Was war das? Sie nieste und wachte auf. Sie blickte direkt in das Gesicht des Dalmatiners, der ihr mit seiner Zunge quer über die Nase schleckte. Mit einem Satz sprang sie auf. Wie war das möglich? Dann fiel ihr ein, dass sie sich am Abend auf ihrem Kissen auf dem Sofa niedergelassen hatte. Dies zu erreichen, war für den Hund kein Problem.
»Hast du denn überhaupt kein Benehmen?«, fragte sie ihn.
Der Welpe antwortete mit einem kurzen Bellen.
»Kannst du etwa nicht reden?«
Erneut bellte er und schüttelte dann seine Schlappohren.
Prinzesschen war ratlos. So ein Hund war ihr noch nie begegnet. Konnten sich denn nicht alle Tiere miteinander unterhalten? Sie würde einen letzten Versuch unternehmen.
»Verstehst du mich wirklich nicht?«
Der Welpe winselte und versuchte erneut, ihr das Gesicht abzulecken. Prinzesschen wich einen Schritt zurück. Eigentlich war der Hund ja ganz niedlich, wenn er sie nur nicht so bedrängen würde.

»Na, ihr Zwei, freundet ihr euch doch noch an?«
Franzi setzte sich neben Prinzesschen auf die Couch und streichelte mit einer Hand den Hund, mit der anderen kraulte sie Prinzesschen hinter den Ohren.
Frau Mayer betrat das Wohnzimmer und klatschte vor Freude in die Hände.
»Das ist ja mal ein friedliches Bild.«

In diesem Moment sprang der Dalmatiner auf. In seinem Eifer, Frau Mayer zu begrüßen, streifte er den Weihnachtsbaum, der sich daraufhin bedrohlich zur Seite neigte. Die ersten Christbaumkugeln fielen klirrend zu Boden, der Baum folgte. Frau Mayer quietschte auf und Franzi versuchte, den umherspringenden Hund einzufangen. Prinzesschen thronte derweil auf ihrem Kissen und beobachtete das wilde Treiben. Es würde ein verrücktes Weihnachtsfest werden, das stand fest.

 

 

 

 

Text: Susanne Sommerfeld

Fotos: Uta Wentzke

Multimedia-Lesung Sebastian Fitzek

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

am Freitag war es endlich soweit. 4 Monate, nachdem Uta, unsere Kollegin Katrin und ich die Tickets gekauft hatten, ging es zu Sebastian Fitzeks Multimedia-Lesung seines neuesten Buches, „Das Geschenk“. Wir waren äußerst gespannt auf die Show.

2 Stunden später stand fest: es war toll! Eine gelungene Mischung aus Lesung, passender musikalischer Untermalung, Videoanimationen und dem herrlich schwarzen Humor von Herrn Fitzek. Die Musiker haben wunderbar harmoniert und die Mischung aus klassischer und elektronischer Musik passte gut zur Spannung des Romans.

Wir Drei haben das Buch noch nicht gelesen, aber spätestens nach dieser Lesung steht fest, dass das nachgeholt wird.

Und jetzt lasse ich noch ein paar Bilder sprechen. Auf dem letzten könnt ihr die Schlange sehen, die sich nach der Show zur Signierstunde gebildet hatte. Uta wollte eigentlich ihr Buch signieren lassen, aber bei geschätzten 2 Stunden Wartezeit hat sie dann schweren Herzens verzichtet. 😕

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

Friedhof der Kuscheltiere (2019)

Liebe Leserinnen und Leser,

am Mittwoch haben Uta und ich das hiesige Cinemaxx besucht, um die Vorpremiere zu „Friedhof der Kuscheltiere“ anzuschauen. Ich muss zugeben, dass ich erst kurz zuvor überhaupt mitbekommen habe, dass es eine Neuverfilmung gibt, aber die durften Uta und ich als Stephen King-Fans natürlich auch nicht verpassen.

 

Das Kinoplakat war schon mal schick und so düster, wie man sich den Film auch vorstellte. Wir haben natürlich beide das Buch bereits gelesen, bei Uta war es schon ein paar Jährchen her und ich hatte vor ca. 2 Jahren erneut die Originalversion gelesen, nachdem ich als Teenie nur die deutsche Fassung kannte.

Wer den Film noch nicht gesehen hat und dies noch vor hat, den warne ich schon mal vorab. Die folgenden Absätze enthalten etliche Spoiler (inklusive Ende des Films).

Wie ich schon im Trailer gesehen hatte, weicht die Verfilmung in etlichen Details vom Buch ab.  So wird im Film nicht – wie im Buch und der älteren Verfilmung – der kleine Sohn Gage der Familie Creed von einem Truck überfahren, sondern die 9jährige Tochter Ellie. Jeté Laurence spielt ihre Rolle wirklich wunderbar und ist vor allem als vom Tod zurückgekehrtes Kind sehr überzeugend. In manchen Szenen bekam ich ihretwegen ordentlich Gänsehaut. Aber auch Kater Church – dargestellt von fünf verschiedenen Maine-Coone-Katzen – war ein überzeugender lebendiger und untoter Darsteller. Besonders gefallen aber hat mir John Lithgow in seiner Rolle als Nachbar der Familie Creed, Jud Crandall.

Ich konnte mit den meisten Abweichungen vom Buch noch ganz gut leben, auch wenn die Darstellung des Indianerfriedhofes auf mich wirkte, als wäre in diesem Gebiet eine Atombombe explodiert, nur verbranntes Land auf -zig Quadratkilometern. Der Nebel und die Geräuschkulisse hingegen fand ich passend. Leider kam auch die Erklärung etwas zu kurz, was bzw. wer denn die toten Menschen, die auf diesem Friedhof begraben werden, zurückkehren lässt. Wer das Buch nicht gelesen hat, könnte da unwissend zurückbleiben. Nachbar Jud erwähnt die Geschichte vom Wendigo nur ein einziges Mal, als er Louis Creed ein Buch über die Indianer zeigt. Gefreut hat es mich aber, dass Victor Pascow auch in dieser Verfilmung mehrfach auftauchte, um Louis Creed vor dem Friedhof zu warnen.

Doch die Trauer und böse Kräfte haben Louis so im Griff, dass er der Versuchung nicht widerstehen kann, nach der geglückten Wiederkehr des überfahrenen Familienkaters Church seine verunglückte Tochter auf dem Indianerfriedhof zu vergraben. Schauspieler Jason Clarke stellt dies so glaubwürdig dar, dass man sein Verhalten auch nachvollziehen kann.

Seine Frau Rachel (gespielt von Amy Seimetz) kämpft zusätzlich mit den Visionen ihrer an einer entstellenden Krankheit verstorbenen Schwester, unter der sie als Kind gelitten hat und ihre Ängste nehmen immer mehr zu. All das mündet in einem Finale, bei der Rachel von ihrer von den Toten zurückgekehrten Tochter ermordet und von dieser ebenfalls auf dem Indianerfriedhof begraben wird. Das ist ebenfalls eine Abweichung vom Buch, denn nachdem dort der kleine Gage seine Mutter ermordete, hat Louis seine Frau selbst dort beerdigt, was auch viel besser in die Geschichte passte.

Was mich am meisten geärgert hat, war dann das einige Minuten später folgende Ende, welches meiner Meinung nach leider den Film dann ruiniert und zu einer „Walking Dead-Satire“ hat werden lassen. Louis Creed kehrt zum Tierfriedhof zurück und trifft dort auf seine tote Frau und seine tote Tochter, die ihn dann ebenfalls ermorden, um ihn auf dem Indianerfriedhof zu begraben. In den letzten Filmminuten sieht man den kleinen Gage im Auto seiner Eltern sitzen und auf seine Rettung warten. Dem Auto nähern sich in Zeitlupe seine toten Eltern und Schwester Ellie, Kater Church springt auf die Motorhaube und leckt sich das Maul, während er starr auf Gage herabblickt. Dann wird der Bildschirm dunkel und man hört das Geräusch der sich öffnenden Zentralverriegelung.

Dieses Ende hätte der Film nicht nötig gehabt. Zu Hause angekommen, habe ich noch mal schnell die letzten Seiten des Buches durchgelesen und das Ende ist dort so genial, das hätte man auch so verfilmen können (wenn man Louis Creed am Leben gelassen hätte).

Hier die letzten Sätze der englischen Version (Quelle: Epilogue von „Pet Sematary“, Kindle Version von Hodder & Stoughton Ltd., 1988):

He was just dealing a fresh hand when he heard the back door open.

What you buy is what you own, and sooner or later what you own will come back to you, Louis Creed thought.

He did not turn around but only looked at his cards as the slow, gritting footsteps approached. He saw the Queen of Spades. He put his hand on it.

The steps ended directly behind him.

Silence.

A cold hand fell on Louis’s shoulder. Rachel’s voice was grating, full of dirt.

‚Darling‘, it said.

Als ich damals diese letzten Sätze gelesen habe, habe ich mich so gegruselt und genauso hätte ich mir das auch im Film gewünscht. Einfach ein geniales Ende! Schade, schade, dass es so abgewandelt wurde und dadurch auch an Atmosphäre verloren hat.

Habt ihr den Film auch gesehen? Schreibt uns gern in die Kommentare, wie ihr ihn fandet.

Liebe Grüße, Susanne und Uta

 

Text und Fotos (Cinemaxx Dresden): Susanne Sommerfeld

Winterabend im gemütlichen Heim

IMG_1120

 

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe heute meine Nelly fotografiert, während sie einen Winterabend, eingekuschelt in ihre Lieblingsdecke, verschläft. Dabei fielen mir folgende Zeilen ein:

 

Schnurrend tratst du in mein Leben, das du zärtlich jetzt regierst.

Machtest mich zum Katzennarr, stahlst mein Herz ganz ungeniert.

Im Fenster nur der Mond sich spiegelt, doch das lässt dich einfach kalt.

Völlig unbewegt verharrst du kleines Wesen, als wärst du nicht von dieser Welt.

Da liegst du, eingehüllt in eine warme Decke, träumend von Abenteuern, während die Nacht ganz langsam verstreicht,

nur deine Barthaare zucken ganz leicht.

Du süße Nelly, jetzt komm ich zu dir, streichele sanft dein weiches Fell.

Dein treuer Blick, der auf mich fällt, macht mein Herz weit und hell.

 

Liebe Grüße und kommt weiterhin gut durch den Winter,

eure Uta

 

Text und Foto: Uta Wentzke