Platz da, das ist mein Sofa

Merke: wenn man nur lange genug drückt und schiebt, hat man die Couch bald für sich allein. 🙂

Foto: Uta Wentzke

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Friedhof der Kuscheltiere (2019)

Liebe Leserinnen und Leser,

am Mittwoch haben Uta und ich das hiesige Cinemaxx besucht, um die Vorpremiere zu „Friedhof der Kuscheltiere“ anzuschauen. Ich muss zugeben, dass ich erst kurz zuvor überhaupt mitbekommen habe, dass es eine Neuverfilmung gibt, aber die durften Uta und ich als Stephen King-Fans natürlich auch nicht verpassen.

 

Das Kinoplakat war schon mal schick und so düster, wie man sich den Film auch vorstellte. Wir haben natürlich beide das Buch bereits gelesen, bei Uta war es schon ein paar Jährchen her und ich hatte vor ca. 2 Jahren erneut die Originalversion gelesen, nachdem ich als Teenie nur die deutsche Fassung kannte.

Wer den Film noch nicht gesehen hat und dies noch vor hat, den warne ich schon mal vorab. Die folgenden Absätze enthalten etliche Spoiler (inklusive Ende des Films).

Wie ich schon im Trailer gesehen hatte, weicht die Verfilmung in etlichen Details vom Buch ab.  So wird im Film nicht – wie im Buch und der älteren Verfilmung – der kleine Sohn Gage der Familie Creed von einem Truck überfahren, sondern die 9jährige Tochter Ellie. Jeté Laurence spielt ihre Rolle wirklich wunderbar und ist vor allem als vom Tod zurückgekehrtes Kind sehr überzeugend. In manchen Szenen bekam ich ihretwegen ordentlich Gänsehaut. Aber auch Kater Church – dargestellt von fünf verschiedenen Maine-Coone-Katzen – war ein überzeugender lebendiger und untoter Darsteller. Besonders gefallen aber hat mir John Lithgow in seiner Rolle als Nachbar der Familie Creed, Jud Crandall.

Ich konnte mit den meisten Abweichungen vom Buch noch ganz gut leben, auch wenn die Darstellung des Indianerfriedhofes auf mich wirkte, als wäre in diesem Gebiet eine Atombombe explodiert, nur verbranntes Land auf -zig Quadratkilometern. Der Nebel und die Geräuschkulisse hingegen fand ich passend. Leider kam auch die Erklärung etwas zu kurz, was bzw. wer denn die toten Menschen, die auf diesem Friedhof begraben werden, zurückkehren lässt. Wer das Buch nicht gelesen hat, könnte da unwissend zurückbleiben. Nachbar Jud erwähnt die Geschichte vom Wendigo nur ein einziges Mal, als er Louis Creed ein Buch über die Indianer zeigt. Gefreut hat es mich aber, dass Victor Pascow auch in dieser Verfilmung mehrfach auftauchte, um Louis Creed vor dem Friedhof zu warnen.

Doch die Trauer und böse Kräfte haben Louis so im Griff, dass er der Versuchung nicht widerstehen kann, nach der geglückten Wiederkehr des überfahrenen Familienkaters Church seine verunglückte Tochter auf dem Indianerfriedhof zu vergraben. Schauspieler Jason Clarke stellt dies so glaubwürdig dar, dass man sein Verhalten auch nachvollziehen kann.

Seine Frau Rachel (gespielt von Amy Seimetz) kämpft zusätzlich mit den Visionen ihrer an einer entstellenden Krankheit verstorbenen Schwester, unter der sie als Kind gelitten hat und ihre Ängste nehmen immer mehr zu. All das mündet in einem Finale, bei der Rachel von ihrer von den Toten zurückgekehrten Tochter ermordet und von dieser ebenfalls auf dem Indianerfriedhof begraben wird. Das ist ebenfalls eine Abweichung vom Buch, denn nachdem dort der kleine Gage seine Mutter ermordete, hat Louis seine Frau selbst dort beerdigt, was auch viel besser in die Geschichte passte.

Was mich am meisten geärgert hat, war dann das einige Minuten später folgende Ende, welches meiner Meinung nach leider den Film dann ruiniert und zu einer „Walking Dead-Satire“ hat werden lassen. Louis Creed kehrt zum Tierfriedhof zurück und trifft dort auf seine tote Frau und seine tote Tochter, die ihn dann ebenfalls ermorden, um ihn auf dem Indianerfriedhof zu begraben. In den letzten Filmminuten sieht man den kleinen Gage im Auto seiner Eltern sitzen und auf seine Rettung warten. Dem Auto nähern sich in Zeitlupe seine toten Eltern und Schwester Ellie, Kater Church springt auf die Motorhaube und leckt sich das Maul, während er starr auf Gage herabblickt. Dann wird der Bildschirm dunkel und man hört das Geräusch der sich öffnenden Zentralverriegelung.

Dieses Ende hätte der Film nicht nötig gehabt. Zu Hause angekommen, habe ich noch mal schnell die letzten Seiten des Buches durchgelesen und das Ende ist dort so genial, das hätte man auch so verfilmen können (wenn man Louis Creed am Leben gelassen hätte).

Hier die letzten Sätze der englischen Version (Quelle: Epilogue von „Pet Sematary“, Kindle Version von Hodder & Stoughton Ltd., 1988):

He was just dealing a fresh hand when he heard the back door open.

What you buy is what you own, and sooner or later what you own will come back to you, Louis Creed thought.

He did not turn around but only looked at his cards as the slow, gritting footsteps approached. He saw the Queen of Spades. He put his hand on it.

The steps ended directly behind him.

Silence.

A cold hand fell on Louis’s shoulder. Rachel’s voice was grating, full of dirt.

‚Darling‘, it said.

Als ich damals diese letzten Sätze gelesen habe, habe ich mich so gegruselt und genauso hätte ich mir das auch im Film gewünscht. Einfach ein geniales Ende! Schade, schade, dass es so abgewandelt wurde und dadurch auch an Atmosphäre verloren hat.

Habt ihr den Film auch gesehen? Schreibt uns gern in die Kommentare, wie ihr ihn fandet.

Liebe Grüße, Susanne und Uta

 

Text und Fotos (Cinemaxx Dresden): Susanne Sommerfeld

Winterabend im gemütlichen Heim

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Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe heute meine Nelly fotografiert, während sie einen Winterabend, eingekuschelt in ihre Lieblingsdecke, verschläft. Dabei fielen mir folgende Zeilen ein:

 

Schnurrend tratst du in mein Leben, das du zärtlich jetzt regierst.

Machtest mich zum Katzennarr, stahlst mein Herz ganz ungeniert.

Im Fenster nur der Mond sich spiegelt, doch das lässt dich einfach kalt.

Völlig unbewegt verharrst du kleines Wesen, als wärst du nicht von dieser Welt.

Da liegst du, eingehüllt in eine warme Decke, träumend von Abenteuern, während die Nacht ganz langsam verstreicht,

nur deine Barthaare zucken ganz leicht.

Du süße Nelly, jetzt komm ich zu dir, streichele sanft dein weiches Fell.

Dein treuer Blick, der auf mich fällt, macht mein Herz weit und hell.

 

Liebe Grüße und kommt weiterhin gut durch den Winter,

eure Uta

 

Text und Foto: Uta Wentzke

„Das kleinste Katzentier ist ein Meisterstück“

Diesem Zitat von Leonardo da Vinci stimme ich uneingeschränkt zu. Katzen sind etwas Besonderes. So ist es nicht verwunderlich, dass der Mensch seit Jahrtausenden mit ihnen zusammenlebt. Vielleicht entdeckt er auch seine eigenen Charaktereigenschaften in der Katze wieder. Stolz und Unabhängigkeit, Anhänglichkeit, jedoch nur, wenn es ihr beliebt, so kennen wir sie.

 

Bereits meine Kindheit habe ich mit Katzen verbracht. Hauskatze Tapsi war ein treuer Begleiter durch meine Kindertage. Als ich erwachsen wurde, zog Kartäuser-Kater Adonis bei uns ein. 18 Jahre lebte er bei uns, bevor er über die Regenbogenbrücke ging. Lange hielten wir es nicht ohne Katze aus. Seit sechs Jahren leisten uns die beiden British-Kurzhaar-Schwestern Nelly und Samira Gesellschaft.

 

Sanftheit, Zuneigung und eine bedingungslose Liebe uns Menschen gegenüber, das ist es, was uns an ihnen fasziniert. Elegant schreiten unsere beiden Divas durch die Räumlichkeiten, als wären sie sich ihrer Schönheit bewusst. Jederzeit sind sie für eine Schmuseeinheit zu haben. Die Schwestern hängen sehr aneinander. Fast alles unternehmen sie gemeinsam.

 

Das geht bereits am Morgen los. Beide sitzen erwartungsvoll in der Badewanne und warten ungeduldig, bis wir den Wasserhahn aufdrehen für die sprichwörtliche Katzenwäsche.

 

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Einträchtig fressen sie nebeneinander ohne Streit. Bis die Zweibeiner von der Arbeit nach Hause kommen, verschlafen sie den Tag.

 

 

Warum sollten wir den Puppenwagen nicht einmal zweckentfremden? Für ein Schläfchen ist der allemal gut.

 

 

Sobald sich jedoch die Wohnungstür öffnet, erwachen die beiden Tiger zum Leben. Nun stehen Kuscheln und Spielen auf dem Programm. Samira ist besonders mitteilsam und erzählt „schnatternd“ von ihrem Tag. Liebenswürdiger kann man nicht begrüßt werden.

 

Besonders einfühlsam sind unsere Katzen, wenn es uns nicht gut geht. Sie legen sich mit ins Bett und verschlafen die Zeit, bis wir wieder fit sind.

 

Wir und unsere Samtpfötchen, das ist eine wunderbare Beziehung.

 

Ich möchte meine Liebeserklärung mit den Worten von R. M. Rilke ergänzen:
„Das Leben und dazu eine Katze, das ergibt eine unglaubliche Summe, ich schwör`s euch!!“

 

Text und Fotos: Uta Wentzke