Ist die Katze (wieder) gesund … – Neuigkeiten von Samira

Ein paar Wochen lang ging es mir nicht so gut. Dumm nur, dass ich es meinen beiden Dosenöffnern nicht begreiflich machen konnte. Der Bauch tat mir etwas weh und der Gang zum Katzenklo war gar nicht mehr angenehm. Meine Dosenöffner dachten vielleicht einfach nur, ich wäre jetzt eine ältere Dame und daher etwas ruhiger. Ich musste also zu härteren Maßnahmen greifen. Darum habe ich hier und da ein paar Tröpfchen gemacht und das verstanden sie dann endlich.

Ich konnte ja noch nicht ahnen, dass mir eine ganz neue Erfahrung zuteil werden würde. Ehe ich es mich versah, steckte mich mein Frauchen in eine Plastekiste mit Gitter und ich wurde aus dem Haus getragen. Das war aufregend! Vor Schreck vergaß ich, ihr mitzuteilen, dass ich gern eine Erklärung hätte. Ich setzte mich in die hinterste Ecke der Kiste und blinzelte nur vorsichtig in die unbekannte Welt hinaus.

Wir betraten ein anderes Haus. Mein Frauchen setzte die Kiste auf einen Stuhl, so dass ich meine Umgebung gut beobachten konnte. Andere Vierbeiner saßen bereits in dem Raum mit ihren Dosenöffnern und es roch nach Aufregung und Angst. Dann war ich an der Reihe. Ein netter Mann in weißen Hosen hob mich aus der Transportbox und tastete mich ab. Dann rasierte er meinen Bauch, pappte eine kalte und glibbrige Masse darauf und glitt mit so einem Plastedings über mein nacktes Bäuchlein. Das fühlte sich merkwürdig an, aber wenigstens tat es nicht weh. Zum Glück dauerte die Prozedur nicht lange und ich durfte wieder in meine Transportbox, in die ich nun freiwillig stieg. Da ich alles brav über mich ergehen ließ, lobte mich mein Frauchen über alle Maßen. Das ließ ich mir natürlich gern gefallen. Endlich stahl mir meine Schwester Nelly mal nicht die Show.

Der nette Mann mit der weißen Hose erklärte nun meinem Frauchen, was mich krank gemacht hatte. Ein großer Blasenstein war der Übeltäter. Daher die Schmerzen auf dem Katzenklo. Aber erst einmal durfte ich wieder nach Hause. Meine Schwester fauchte mich gleich zur Begrüßung an und wollte mich nicht in ihrer Nähe haben. Scheinbar roch ich anders als sonst. Tagelang versuchten die Dosenöffner dann, mich dazu zu bewegen, die Medikamente freiwillig zu nehmen. Aber nicht mit mir! Am Ende haben sie mich dann aber doch ausgetrickst. Danach ging es mir schon etwas besser.

Ein paar Tage später gab es für mich kein Abendbrot. Darüber war ich überhaupt nicht erfreut. Wollten mich die Dosenöffner noch mehr ärgern? Ich schmuste und stupste, ich miaute in den höchsten Tönen, aber es half alles nichts – ich musste hungern. Am nächsten Morgen dasselbe Spiel, wieder nicht ein Krümel von meinem leckeren Futter. Im Gegenteil, Herrchen packte mich schon wieder in die Transportbox und erneut saß ich in diesem Gebäude von dem Mann mit der weißen Hose. Was sollte ich denn nun schon wieder hier?

Ehe ich es mich versah, landete ich im Land der Träume. Als ich wieder aufwachte, war mir ganz merkwürdig. Ich konnte kaum laufen, mein Kopf war schwer und ich hatte so einen komischen Verband am Bauch. Zu allem Überfluss wurde ich in einen türkisfarbenen Anzug gesteckt, um nicht an meiner Wunde lecken zu können. Das Ding stand mir irgendwie gar nicht, ich sah aus wie eine Katze vom Mars. Und was sollte das überhaupt alles? Der Mann mit der weißen Hose erklärte mir dann, dass er mir den bösen Stein aus dem Bauch geholt hätte, damit ich keine Schmerzen mehr habe. Alles klar, dachte ich mir, und bin erst mal wieder eingeschlafen. Der musste mir eine ganz schöne Dröhnung verpasst haben.

Ein paar Stunden später holte mich Herrchen dann ab und ich kam wieder in mein geliebtes Zuhause. Meine Schwester Nelly sah mich, machte große Augen und suchte das Weite. Das fand ich gar nicht nett von ihr, mich so unfreundlich zu begrüßen. Immerhin sind wir sonst ein Herz und eine Seele. Ich war aber immer noch so müde, dass ich mich darüber gar nicht lange aufregen konnte, sondern den ganzen Abend und die Nacht verschlief.

Am nächsten Morgen fühlte ich mich blendend, hatte keine Schmerzen mehr und einen Mordshunger. Nur erkannte mich meine Schwester scheinbar immer noch nicht, lag wahrscheinlich an dem neuen Fummel, den ich trug. Immer wenn sie mich sah, machte sie sich aus dem Staub und ließ sich nicht mehr blicken. Das war komisch. Ich wollte spielen, denn es ging mir ja wieder gut. Also rannte ich hinter ihr her, aber sie fauchte nur und verzog sich. Roch ich vielleicht komisch? Oder war sie gar neidisch auf mein neues Kleidungsstück? Ich war jedoch einfach nur froh, dass mich keine Schmerzen mehr plagten. Meine Freude darüber zeigte ich meinen Dosenöffnern deutlich. Ich schnurrte so laut wie sonst nie, so dass sie sogar den Fernseher lauter drehen mussten, und animierte sie ständig zum Kuscheln. Meine Schwester gesellte sich leider nicht zu uns. Sie wollte nicht mal in der Badewanne am Wasserhahn mit mir spielen, unsere Lieblingsbeschäftigung. Da konnten auch die Dosenöffner nichts ausrichten.

Ich bekam nun jeden Tag Medizin ins Mäulchen geträufelt, die nicht mal übel schmeckte. Dafür wurde ich auch noch über alle Maßen gelobt. Der Gang aufs Katzenklo war auch kein Problem mehr.

Nach acht Tagen war es endlich soweit. Frauchen zog mir meinen Anzug aus und ich sah wieder aus wie eine normale Katze. Ich genoss die neue Freiheit, drehte mich um die eigene Achse, hüpfte umher und fühlte mich rundum wohl. Und großen Appetit hatte ich auch.

Das Ding bin ich nun los

Meine Schwester betrachtete mich zwar immer noch mit einem scheelen Blick, erkannte mich dann aber doch wieder. Nach ein paar vorsichtigen Annäherungsversuchen tobten wir dann auch wieder zusammen. Meine Dosenöffner waren hellauf begeistert über die gelungene Familienzusammenführung.

Mein Frauchen wollte dann aber auch mal die neue Narbe bestaunen und forderte mich auf, ihr meinen Bauch zu zeigen. Ihr hättet ihr Gesicht sehen sollen, als ich mich wie ein Nackenhörnchen auf den Rücken geworfen und ihr mein nacktes Bäuchlein präsentiert habe. Das wurde natürlich sofort fotografisch festgehalten. Ich bin halt sehr fotogen und genieße diese Aufmerksamkeit.

Schaut euch mal die feine Narbe an

Mir geht es großartig und ich bin total glücklich, wieder schmerzfrei herumtoben zu können. Der Blasenstein ist Geschichte und ich bekomme jetzt Medikamente und anderes Futter, damit so ein böser Stein nie wiederkommt.

Dicke Tatzengrüße von eurer Samira

Text und Fotos: Uta Wentzke

abc.etüden – 04/05-2020 – Nr. 2

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Liebe Leserinnen und Leser,

hier folgt nun meine 2. Etüde für die Textwochen 4 und 5, ins Leben gerufen von Christiane (Blog „Irgendwas ist immer“). Die 3 Wörter wurden von OnlyBatsCanHang gespendet.

Manchmal nennt mich mein Dosenöffner Papiertiger, wenn ich wieder einmal die Krallen ausfahre, aber der irrt sich mächtig. Ich mag niedlich aussehen, trotz alledem steckt etwas Großes in mir. Das weiß meine Schwester auch und lässt mir stets den Vortritt am Futternapf.
Die Tage plätschern mitunter vor sich hin, aber als Katze, Entschuldigung, ich meine als Tiger, kann man es sich gutgehen lassen und solche Momente einfach verschlafen.
Meine Schwester meinte einmal zu mir, unser Leben sei belanglos, da wir keine Aufgabe hätten. Da hat sie sich aber einen Pfotenhieb von mir eingefangen. Unsere wichtigste Aufgabe ist es, den Dosenöffner immer auf Trab zu halten, damit wir rund um die Uhr mit bestem Futter, weichen Decken und Spielzeug bei Laune gehalten werden. So ein Katzenleben ist doch die Krönung.
Ich bemitleide meine Mitkatzen, die genötigt sind, sich ihre Nahrung selbst zu fangen. Ich muss nur einmal mauzen und schon wendet sich der Dosenöffner mir zu, fragt, ob ich etwas zu fressen möchte oder er mir den Wasserhahn aufdrehen soll. Wer sagt da noch, unser Leben wäre belanglos? Was würde der arme Dosenöffner denn ohne uns machen? Dann hätte sein Leben doch gar keinen Sinn.

(194 Wörter)

 

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Text: Susanne Sommerfeld

Fotos: Uta Wentzke

Auf ins Jahr 2020!

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Uta und ich wünschen euch ein gesundes neues Jahr. Mögen die Höhen die Tiefen überwiegen und ihr euren Träumen und Wünschen einen Schritt näher kommen.

Zu Neujahr

Will das Glück nach seinem Sinn

Dir was Gutes schenken,

Sage Dank und nimm es hin

Ohne viel Bedenken.

 

Jede Gabe sei begrüßt,

Doch vor allen Dingen:

Das, worum du dich bemühst,

Möge dir gelingen.

Wilhelm Busch (1832 – 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

(Quelle: Busch, W., Gedichte. Schein und Sein, 1909)

 

Liebe Grüße,

Uta mit Nelly und Samira und Susanne

Prinzesschens Weihnachtsüberraschung

Liebe Leserinnen und Leser,

wir, d. h. Uta und Susanne nebst den Katzen Nelly und Samira, wünschen euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreis eurer Familien sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

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Ich mag die blöde Mütze nicht!

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Mir steht sie aber gut, oder?

 

Hier folgt eine neue Geschichte von Prinzesschen. Viel Spaß beim Lesen.

 

Der Schnee ließ auf sich warten. Es würde wohl kein weißes Weihnachtsfest geben in diesem Jahr. Heute war es besonders trübe. Die nackten Äste der Bäume bogen sich im Wind, Regentropfen sammelten sich an der Fensterscheibe, an die Prinzesschen ihre Nase drückte. Ein Abenteuer, das wäre jetzt willkommen, dachte sie. So wie im letzten Jahr, als sie den Weihnachtsmann und seine treuen Rentierhelfer getroffen hatte. Von diesem Ausflug hatte sie noch oft geträumt. Seit Wochen jedoch plagte sie die Langeweile. Anton, der Nachbarskater, kam immer seltener hinaus. Er mochte keinen Regen. Stundenlang saß sie daher nun schon am Fenster und wartete darauf, dass etwas passierte.

Am nächsten Tag war es endlich vorbei mit der Tristesse. Frau Mayer verbreitete bereits am Morgen eine aufgeregte Freude. Sie summte eine Weihnachtsmelodie, während sie den Teig knetete. Prinzesschen maunzte und hatte Erfolg. Diese süße klebrige Köstlichkeit liebte sie sehr. Leider kam sie eher selten in den Genuss. Frau Mayer hatte beim letzten Mal drohend ihren Zeigefinger gehoben, als Prinzesschen nach mehr verlangte.
»Sonst wirst du noch genauso dick wie Anton.«
Der Duft nach den Lebkuchen, die im Ofen vor sich hin buken, zog durch das ganze Haus. Der Hausherr kam in die Küche, noch im Schlafanzug. Er warf einen sehnsüchtigen Blick durch das Ofenfenster. Frau Mayer lachte.
»Ihr zwei seid mir schon eine große Hilfe, immer zur Stelle, wenn es ums Essen geht.«

Der Heilige Abend war gekommen. Der Weihnachtsbaum stand in voller Pracht und Beleuchtung im Wohnzimmer und die Mayers hatten sich in Schale geworfen. Prinzesschen lebte nun schon einige Jahre in der Familie und konnte die Aufregung nicht nachvollziehen.
»Na, meine Kleine, bist du schon gespannt? Heute kommt Franzi.«
Bei diesem Namen spitzte Prinzesschen die Ohren. Ihrer Meinung nach kam Franzi viel zu selten zu Besuch. Frau Mayer meinte zwar immer, das wäre normal, wenn Kinder erwachsen würden. Prinzesschen nahm es Franzi trotzdem übel. Sie würde ihr am Anfang die kalte Schulter zeigen. Ein schlechtes Gewissen durfte sie ruhig haben.

Es klingelte. Frau Mayer eilte freudestrahlend zur Haustür. Prinzesschen rollte sich auf ihrem Kissen auf der Fensterbank zusammen und stellte sich schlafend. Doch im nächsten Moment brach ein Tumult über das sonst so ruhige Leben der Mayers hinein.
»Ach du meine Güte, wer ist das denn?«, rief Herr Mayer und seine Frau kreischte.
Prinzesschen öffnete ein Auge zu einem schmalen Schlitz und wäre beinahe vom Kissen gefallen. Was hatte Franzi da für eine Bestie angeschleppt? Ein kleines Energiebündel, weiß mit schwarzen Punkten, sprang vor ihr auf und ab und bellte in den höchsten Tönen. Vor lauter Erregung hing dem Kerl schon die Zunge aus dem Maul. Prinzesschen schloss das Auge wieder, in der Hoffnung, der Hund würde verschwinden. Doch das Bellen hörte nicht auf, auch nicht, als Franzi schimpfte.
Dann würde Prinzesschen eben selbst zur Tat schreiten müssen. Sie sprang auf und sträubte das Fell. Zusätzlich fauchte sie, so laut sie konnte, doch der Dalmatinerwelpe schien völlig unbeeindruckt. Im Gegenteil, er verstand das Ganze als Spielaufforderung und versuchte, mit immer verrückteren Sprüngen an die Fensterbank zu gelangen.
Prinzesschen drückte sich dicht ans Fenster und funkelte ihn mit einem stechenden Blick an. Bei anderen Hunden hatte das immer funktioniert. Nicht so bei diesem, der scheinbar noch nie mit einer Katze zu tun hatte. Prinzesschen würde ihm eine Lektion erteilen, die er so schnell nicht vergessen würde. Mit einem Satz sprang sie von ihrem Stammplatz herunter und landete direkt vor der Nase des verdutzten Welpen. Der Dalmatiner setzte sich auf sein Hinterteil und schaute sie erwartungsvoll an. Prinzesschen erteilte ihm einen Tatzenhieb auf die Nase, stolzierte dann mit erhobenem Kopf direkt an ihrer Familie vorbei und verschwand durch die noch immer offenstehende Haustür.

Ihr Freund Anton saß unter dem Vogelhäuschen, eine seiner Lieblingsbeschäftigungen im Winter. Dabei war er viel zu schwerfällig, um auch nur einen der schlauen Wintergäste zu erbeuten.
»Anton, du glaubst nicht, was sich meine Familie wieder erlaubt hat.«
»Psst, sei leise. Du verschreckst die Vögel.«
Prinzesschen kicherte.
»Glaubst du wirklich, dass die sich von dir fangen lassen?«
Anton warf ihr einen beleidigten Blick zu.
»Na, erzähl schon. Was ist los mit deinen Dosenöffnern?«
Der Kater schüttelte den Kopf, nachdem Prinzesschen ihre Geschichte beendet hatte.
»Das werden harte Tage für dich. Der Hund scheint ja völlig unerzogen zu sein. Was hat sich Franzi nur dabei gedacht?«
»Prinzesschen, wo bist du?«
Franzi lief durch den Garten, in der Hand eine Packung mit Prinzesschens Lieblingsleckerchen. Scheinbar hatte sie ein schlechtes Gewissen. Prinzesschen würde sie noch ein wenig zappeln lassen. Und morgen, morgen war der Tag der Abrechnung.

Die Nacht war friedlich verlaufen. Franzi hatte den Hund mit in ihr ehemaliges Zimmer genommen. Ab und zu war ein Fiepen und Kratzen an der Tür zu vernehmen, aber wenigstens war Prinzesschen jetzt sicher in ihrem Körbchen. Sie war weiterhin entschlossen, ihr Revier zu verteidigen. Franzi würde schon sehen, wer hier das Sagen hatte.
Sie träumte gerade davon, wie sie mit Anton durch die Nachbarschaft streifte, um auf Mäusejagd zu gehen, als sie etwas Kaltes auf ihrer Nase spürte. Was war das? Sie nieste und wachte auf. Sie blickte direkt in das Gesicht des Dalmatiners, der ihr mit seiner Zunge quer über die Nase schleckte. Mit einem Satz sprang sie auf. Wie war das möglich? Dann fiel ihr ein, dass sie sich am Abend auf ihrem Kissen auf dem Sofa niedergelassen hatte. Dies zu erreichen, war für den Hund kein Problem.
»Hast du denn überhaupt kein Benehmen?«, fragte sie ihn.
Der Welpe antwortete mit einem kurzen Bellen.
»Kannst du etwa nicht reden?«
Erneut bellte er und schüttelte dann seine Schlappohren.
Prinzesschen war ratlos. So ein Hund war ihr noch nie begegnet. Konnten sich denn nicht alle Tiere miteinander unterhalten? Sie würde einen letzten Versuch unternehmen.
»Verstehst du mich wirklich nicht?«
Der Welpe winselte und versuchte erneut, ihr das Gesicht abzulecken. Prinzesschen wich einen Schritt zurück. Eigentlich war der Hund ja ganz niedlich, wenn er sie nur nicht so bedrängen würde.

»Na, ihr Zwei, freundet ihr euch doch noch an?«
Franzi setzte sich neben Prinzesschen auf die Couch und streichelte mit einer Hand den Hund, mit der anderen kraulte sie Prinzesschen hinter den Ohren.
Frau Mayer betrat das Wohnzimmer und klatschte vor Freude in die Hände.
»Das ist ja mal ein friedliches Bild.«

In diesem Moment sprang der Dalmatiner auf. In seinem Eifer, Frau Mayer zu begrüßen, streifte er den Weihnachtsbaum, der sich daraufhin bedrohlich zur Seite neigte. Die ersten Christbaumkugeln fielen klirrend zu Boden, der Baum folgte. Frau Mayer quietschte auf und Franzi versuchte, den umherspringenden Hund einzufangen. Prinzesschen thronte derweil auf ihrem Kissen und beobachtete das wilde Treiben. Es würde ein verrücktes Weihnachtsfest werden, das stand fest.

 

 

 

 

Text: Susanne Sommerfeld

Fotos: Uta Wentzke