Buchmesse Leipzig – Mein Fazit

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Liebe Leserinnen und Leser,

nach einem Jahr Vorfreude liegen die drei Tage Buchmesse Leipzig schon wieder hinter mir. Zugegeben anstrengende Tage, aber das war ja zu erwarten. Ich war ein Buchmessen-Neuling und habe mir aus diesem Grund auch diese drei Tage gegönnt, um mich besser orientieren zu können.

Am Freitag ging es mit dem IC nach Leipzig, von Dresden aus nur 1 Stunde Fahrt. Es war eine entspannte Reise dank Sitzplatzreservierung und etwas weniger Fahrgästen als erwartet. Dann habe ich einen kurzen Abstecher zum Hotel gemacht, um mein Gepäck loszuwerden und dann sofort mit der Straßenbahn weiter. Ich gebe zu, ich war sehr aufgeregt vor lauter Vorfreude. Und dann stand ich endlich vor der Glashalle des Messegeländes.

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Zum Glück hatte ich einen Hallenplan und mir vorab auch einige Veranstaltungen aufgeschrieben, die ich möglichst alle besuchen wollte. Vorrangig habe ich mich für Vorträge zum Thema Selfpublishing und Bloggen entschieden, aber es war auch immer genügend Zeit zum Bummeln und Umschauen. Besonders am Sonntag habe ich die restliche Zeit genutzt, um in Ruhe allen Hallen noch einen Besuch abzustatten.

Zwei Lesungen habe ich besucht: Denis Scheck – bekannt aus der Sendung „Druckfrisch“ mit seinen neuesten Buchvorstellungen rund um die Belletristik und Anke Wogersien mit ihrem neuesten Roman „Sie zielen auf mein Herz, damit ich falle“. Ich kannte die Autorin vorher nicht, aber da es in diesem Buch um Wölfe in Deutschland geht, kam ich daran nicht vorbei. Das Buch musste natürlich dann mit in den Rucksack. Und auch Herr Scheck hat dafür gesorgt, dass einige Wunschbücher auf meine Liste wandern.

Außerdem habe ich auch Stände von Illustratoren und Zeichenkünstlern besucht. Besonders toll fand ich den Stand von Sergey Yakushew. Dort habe ich viele lustige Postkarten und ein T-Shirt (natürlich mit Katzenaufdruck) mitgenommen. Hier könnt ihr mal schauen, was der Künstler so zeichnet: Sergey Yakushev.

Was das Thema Bloggen und Recht angeht, habe ich bei einem Vortrag eines Rechtsanwalts auch einiges dazugelernt. Sein Fazit zum Thema Bloggen: wenn man sich unsicher ist, lieber weglassen. Das gilt vor allem für Bilder etc. Auch ein Anwalt kann angesichts der DSGVO verzweifeln und auch er selbst war nicht vor Abmahnungen gefeit. Ob einen das jetzt aber beruhigen soll?

Ich arbeite ja gerade an meinem nächsten Roman und habe mich daher auch viel im Bereich Selfpublishing aufgehalten und mir einige Anbieter näher angeschaut bzw. Alternativen zum reinen Amazon-Selfpublishing gesucht (und wohl auch gefunden).

Am Samstagabend war ich dann bei der Lesung von Ines Gillmeister, die aus ihrem Buch „Rock den Himmel, mein Held“ vorgelesen hat. Wer ihren bewegenden Blog rund um ihren im vorigen Jahr leider an einem Multiplen Myelom verstorbenen Mann Simon noch nicht kennt, kann sich hier informieren: Blog Ines Gillmeister. Nach der Lesung saß Ines mit einigen Gästen (inklusive mir) noch eine ganze Weile zusammen und wir haben über Simon, ihre Kinder, ihr Buch und auch ganz andere Sachen gesprochen. Ich bin froh, dass ich Ines mal persönlich kennenlernen durfte. Das Internet muss nicht immer unpersönlich sein.

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Mir hat es auf der Messe sehr gut gefallen und ich werde sicher nächstes oder übernächstes Jahr wieder hinfahren, dann aber wohl mal nur einen Tag. Von Dresden aus ist das auch gut machbar.

Wart ihr auch auf der Leipziger Buchmesse? Schreibt mir doch, wie es euch gefallen habt und ob ihr nächstes Jahr auch wieder dabei seid.

Liebe Grüße und ein schönes Frühlingswochenende, Susanne

 

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

Ausflugstipp: Leipzig

Das schöne Frühlingswetter hat mich am Samstag nach Leipzig gelockt. Nein, nicht zur Buchmesse, sondern zum Stadtbummel. Für alle, die diese wunderschöne Stadt noch nicht kennen, folgen hier ein paar Impressionen. Übrigens ist die Innenstadt sehr gut vom Hauptbahnhof zu erlaufen.

Wie ihr seht, fühlen sich sogar Graureiher dort wohl. Die Aufnahme entstand in der Nähe des Hauptbahnhofes, in einer kleinen Parkanlage hinter der Oper.

Die Musik spielt in Leipzig eine wichtige Rolle. Hier lebten und wirkten z. B. Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Edvard Grieg, Gustav Mahler und Clara und Robert Schumann. So zieht sich das Thema Musik auch durch die ganze Stadt:

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Gewandhaus Leipzig

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Oper Leipzig

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Straßenmusiker mit Dudelsack und Trommel

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Musikgruppe „Stilbruch“

 

Im Musikviertel der Stadt, wo sich auch die Hochschule für Musik befindet, gibt es viele schöne Bauwerke und Villen sowie den Johannapark und den Clara-Zetkin-Park.

 

Leipzig ist auch bekannt für seine Passagen, z. B. die Mädlerpassage und Speck’s Hof, die allein architektonisch schon ein Hingucker sind. In der Mädlerpassage befindet sich auch „Auerbachs Keller“, eine durch Goethes „Faust“-Dichtung weltberühmt gewordene Gaststätte.

Ich möchte noch einmal zum Thema Musik zurückkommen, nämlich zu Johann Sebastian Bach. Bach ist mein absoluter Lieblingskomponist und da ich seit einigen Jahren Klavier lerne, komme ich auch dort nicht an ihm vorbei. Bach war Kantor in der Thomaskirche von 1723 bis 1750.

Unten in der Diashow seht ihr Bilder der Thomaskirche von außen und innen sowie Bachs Grab in der Kirche. Sein Denkmal steht vor der Thomaskirche und schräg gegenüber gibt das kleine, aber gut sortierte Bachmuseum. Einen Besuch kann ich jedem Interessierten nur empfehlen. Anlässlich Bachs 332. Geburtstag war der Eintritt gestern sogar frei.

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Einen Besuch im Riquet-Haus kann ich euch auch empfehlen. Die beiden Elefantenköpfe über dem Eingang waren das Markenzeichen der Firma Riquet & Co., welche u. a. mit Schokoladenprodukten aus eigener Herstellung handelte. Im Erdgeschoss befindet sich ein normales Café und im ersten Obergeschoss ein Wiener Café. Leider habe ich dort gestern keinen Platz bekommen. Am Wochenende ist das Café natürlich immer sehr voll.

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Allzu schnell war der Tag auch schon wieder vorbei und ich musste zum Hauptbahnhof zurück. Dort wurde übrigens 1997 ein Einkaufszentrum auf 3 Ebenen mit über 140 Geschäften eröffnet.

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Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick verschaffen und ihr habt Lust bekommen, Leipzig mal einen Besuch abzustatten.

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld