Stephen King – The last stand

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

es ist noch ganz frisch, mein letztes Abenteuer mit Stephen King. Dank Marcs Rezension (Teil 1 und Teil 2) von „Das letzte Gefecht“ (Original: The last stand) habe ich mich vor etwas über 4 Wochen an Kings wohl umfangreichstes Einzelwerk gewagt. In meiner Kindle-Version waren es immerhin 1326 Seiten. Wie schon vorher beim Dunklen Turm hatte ich auch hier Respekt vor der Länge des Buches, aber auch vor dem Thema. Seit ich 14 Jahre alt bin, verschlinge ich Stephen Kings Bücher, früher auf Deutsch, heute in der Originalversion. Aber „Das letzte Gefecht“ habe ich aus mir unerfindlichen Gründen stets umschifft. Nun war es aber soweit und ich muss sagen, dass ich eine spannende, aufregende sowie beeindruckende Reise hinter mir habe.

Kurz zur Geschichte: ein Virus, der eine Art Supergrippe auslöst, ist aus einem Labor entkommen und rafft einen Großteil der amerikanischen Bevölkerung dahin. Auch die meisten Haustiere sind von der Captain Trips genannten Seuche betroffen. Doch einige Tausend Menschen haben überlebt und alle haben dieselben Träume. Der eine handelt von einer uralten Frau, Mutter Abagail, die das Gute symbolisiert, der andere vom Dunklen Mann, ein Dämon oder kurz gesagt der Teufel. Während sich die einen zu Mutter Abagail aufmachen, um mit ihrer Hilfe eine neue Gesellschaft aufzubauen, zieht es andere nach Las Vegas, wo der Dunkle Mann sein Unwesen treibt.

Ja, Stephen King schreibt ausführlich und was andere als Gefasel und langweilig empfinden mögen, hat mir besonders in diesem Roman richtig Spaß gemacht. Ich habe mit den Personen mitgefiebert und mitgelitten, aber auch gelacht. Sie sind mir alle ans Herz gewachsen: Fran, Stu, Glen, Ralph, Larry, Tom, Nick und natürlich auch Hund Kojak. Selbst mit dem „bösen“ Harold und Nadine hatte ich am Ende Mitleid. Sie waren schließlich alle nur Marionetten des Dunklen Mannes. Nur der „Trashcan Man“, der hat mir durchweg Angst gemacht – ein echt durchgeknallter Typ.

Am Anfang des Romans geht es gleich knallhart los: das Virus entweicht, viele Menschen sterben schlagartig, einige wenige überleben. Und die müssen erst mal schauen, wer von den anderen Überlebenden jetzt Freund oder Feind ist. Denn obwohl genügend Ressourcen vorhanden sind, gibt es immer noch Überfälle und Morde.

Circa in der Mitte des Romans geht es vorrangig darum, wie die Menschen versuchen, wieder eine Art Gesellschaft zu errichten. Das ist manchmal etwas langatmig, aber langweilig war es nie.

Das Ende des Buches begleitet dann Stu, Glen, Ralph und Larry zu ihrem Kampf gegen den Dunklen Mann.

Nachdem ich das Buch beendet hatte, war ich regelrecht traurig, dass ich die Überlebenden zurücklassen musste. Vom Ende der Geschichte werde ich hier nichts verraten, nur soviel: typisch King … Aber ich kann damit leben. 🙂

 

Text: Susanne Sommerfeld

43 Gedanken zu „Stephen King – The last stand

  1. Ich habe es ja mehr mit den Verfilmungen seiner Bücher, diese kenne ich nicht. Ich liebe „The Shining“ (auch wenn King den Film hasst), natürlich „The Shawshank Redemption“ und „Misery“, weiß aber auch nicht, wie die Vorlagen dazu sind. Kennst Du sie? Aktuell gucke ich gerade die TV-Serie „The Outsider“, kannte natürlich auch hier nicht Kings Buch und befürchte, dass es noch recht monsterlastig wird. :))

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    • Bei mir ist es genau umgedreht, ich mag seine Bücher mehr als die Verfilmungen. Bei Filmen mochte ich „The Shining“ (mit Jack Nicholson) und „Misery“ sehr, außerdem „The Green Mile“. „The Outsider“ habe ich auch schon gelesen, kenne aber die TV-Serie nicht. Kommt die auf Netflix?

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      • Na ich kannte die Bücher vorher gar nicht (im Nachhinein das Buch lesen finde ich auch blöd). „Strand By Me“ fällt mir noch ein. „The Green Mile“ mochte ich nicht sonderlich. „The Shawshank Redemption“ zählt, so weit ich weiß, generell zu einem der besten Filme. Der heißt „Die Verurteilten“ auf Deutsch. „The Outsider“ läuft derzeit auf HBO (bzw. hier dann wahrscheinlich Sky), ich habe erst 3 der 10 Episoden gesehen, düster und bislang noch kein Monster.

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    • Ach, The Shawshank Redemption. Einer der besten Filme aller Zeiten und dabei basiert er nur auf einer Kurzgeschichte von King. Der Nebel fällt mir spontan noch als Beispiel er Uber guten Umsetzung ein (der Film, nicht die Serie).

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      • Asche auf mein Haupt, ich hatte völlig verdrängt, dass der Film auf Kings Kurzgeschichte basiert. Ja, den Film finde ich auch super.
        An „Der Nebel“ kann ich mich gerade nicht erinnern. In welchem Jahr wurde der verfilmt?

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      • Gerade nachgeschaut: 2007. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Der war in meinen Augen auch richtig gut umgesetzt und das Ende sehr gut, so wie es sich für eine Geschichte von King gehört. Außerdem gibt es gleich am Anfang eine große Hommage an Roland und den Dunklen Turm.

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  2. Hallo Susanne,

    es freut mich, dass mein Stephen King – Projekt, und hier speziell die Lektüre von The Stand, dazu führte, dass du dich da auch (wieder?) da ran gesetzt hast und es, aus deiner Bewertung folgend, nicht bereut hast.

    Bleibt es bei dem einen Buch oder folgen noch mehr? Ich lese aktuell Dead Zone und bin absolut begeistert von diesem Roman. Vor allem wie King sich von Buch zu Buch bis dahin gesteigert hat.

    Wegen Kommentar weiter oben von Nati und auch dir: Was findet ihr denn zu extrem an den neuen Büchern? Ich empfinde seine Art, wie er den Horror einfließen lässt, subtiler gegenüber den älteren Werken, dem steht aber eine noch ausgefeiltere Charakterisierung seiner Figuren gegenüber. Mal sehen, wie ich das empfinde, wenn ich bei meinem Lesemarathon dort angelangt bin (Zeitpunkt wäre für mich nach seinem Unfall Anfang der 00er Jahre).

    Liebe Grüße
    Marc

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      • Hallo Marc,
        ja, es war mein erster Versuch und gleich ein Volltreffer. 🙂 Du hattest mich damals auch zum „Dunklen Turm“ motiviert und das hat mir den Mut gegeben, mich dem Abenteuer zu stellen.
        Ansonsten lese ich auch alles, was King geschrieben hat und bleibe ihm weiterhin treu. Extrem finde ich seine neuen Bücher nicht, aber es ist halt oft schon sehr viel „Außerirdisches“ dabei. Manchmal mag ich das, manchmal ist es mir aber auch selbst zu viel. Trotzdem liebe ich seine Geschichten, vor allem, weil er eine wahnsinnig gute Art hat, einem die Figuren näher zu bringen. Was manchen da zu langwierig ist, finde ich gerade gut.
        Seine Kurzgeschichten haben aber auch was für sich und ich schnappe mir manchmal einen seiner Kurzgeschichtenbände. Selbst in der Kürze der Geschichte schafft er es, einen in den Bann zu ziehen.
        M-O-N-D, das bedeutet Meister des Horrors. 🙂
        Liebe Grüße,
        Susanne

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      • Ich noch mal. 🙂 Die Verfilmung habe ich sofort am Wochenende geschaut, alle 4 Teile. Einiges wurde ganz abgewandelt, z. B. trifft Larry in New York nicht auf Rita (die kommt gar nicht vor), sondern gleich auf Nadine. Das hat mich extrem verwirrt. Ansonsten kam die Verfilmung schon ganz gut ran. Das Buch war trotzdem – wie so oft – um Längen besser, aber als Ergänzung war der Film in Ordnung.

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      • Dann antworte ich hier mal auf alle Kommentare von euch, ich hoffe ich lasse nix aus.

        Dunkler Turm: Siehst, dass hab ich schon wieder vergessen, dass ich dich zum Turm gebracht hatte. Asche über neun Haupt, hab das Gesicht meines Vaters vergessen.

        The Stand: Dieses umfangreiche und auserzählen fasziniert mich auch an ihm. Es mag dadurch zwar einiges redundant wirken, aber wir scheinen das ja zu mögen. Aktuell auch bei Dead Zone. Wie behutsam er das aufbaut ist sehr fesselnd und bindet einen direkt an die Geschichte.

        Die neueren Sachen bzw das Alienhafte:
        Das hatte mir bei Under the Dome den Schluss enorm versaut, weil bis Ausnahme vom Ende war es für mich eines der besseren Bücher hin ihm, die ich bis dato gelesen habe.
        In Bezug auf Nati kann ich aber auch nachvollziehen, dass manche Sachen zu nah geschrieben sind (lebhaft ist mir da noch eine Szene aus Der Anschlag in Erinnerung)

        Verfilmungen:
        Mantel des Schweigens über das, was ich bisher gesehen habe und das ist nicht viel. Die Verfilmung vom Turm hat es wieder gezeigt, dass einige lieber die Finger davon lassen sollten. Positiv überrascht war ich vom ersten Teil von ES, der neuen Verfilmung. Allerdings fehlt mir noch Part 2, um ein vollständiges Bild zu bekommen. Ebenfalls freue ich mich auf Doctor Sleep, der ja Shining in beiden Formen (also Buch und Film) respektieren soll.
        Die Serien Under the Dome und Mr. Mercedes habe ich mir trotz allem mal auf den Merkzettel geschrieben, ebenso Castle Rock.

        Insgesamt will ich mich irgendwann neben den Büchern auch bisschen den Filmen widmen. Mal sehen, ob ich das schaffe.

        Liebe Grüße an euch.

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      • Lieber Marc,
        macht doch nix, du kannst dir doch nicht alles merken. Aber ich bin dir bis heute dankbar dafür. Diese Buchreihe war so spannend und ich habe alle Teile hintereinanderweg verschlungen. Das hat nicht mal „A Song of Ice and Fire“ bei mir geschafft. Da brauchte ich immer mal eine Pause.
        „Under the Dome“ war mehr als peinlich, die Buchvorlage natürlich um einiges besser. Keine Ahnung, wie man so viel Mist in eine Serie hauen konnte.
        „Der Anschlag“ war ein tolles Buch, die Serie (auf Amazon) fand ich gar nicht so übel. Aber ans Buch kommt sie auch nicht ran.
        Von „Es“ war ich sehr beeindruckt, also von der Neuverfilmung. Ich habe beide Teile im Kino gesehen. Der erste Teil war definitiv besser, der zweite war nicht ganz so gut, aber die Schauspieler haben ihre Arbeit gut gemacht.
        Liebe Grüße, Susanne

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    • Ich finde die Art der Bücher für mich mittlerweile zu extrem.
      Meine Fantasie ist da zu lebendig.
      Deshalb bin ich vor Jahren schon auf harmlose Bücher umgestiegen.
      Traurig dass die Filme nicht mit den Büchern übereinstimmen.
      Wenn man sich “ die Arena“ anschaut, zur Serie “ Under the Dome“.
      Sehr missglückt. Aber er hat es so genehmigt. Naja…

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      • Der Film über den „schwarzen Turm“ wurde auch bis zur Unkenntlichkeit verformt. Hat fast nichts mehr mit dem Buch zutun. Da traut sich aber auch niemand dran. Die Produktionskosten wären viel zu hoch.

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      • Ja, die Verfilmung zum Turm. Das war auf meinem Blog sogar ein eigener Beitrag wert, einer meiner wenigen Verrisse. Hatte mich so auf den Film gefreut, nun wurde sogar das Projekt Serie bei Amazon eingestampft. Sehr schade,davon hatte ich mir schon etwas erhofft. Aber wenigstens geben sie zu, dass es ihren qualitativen Ansprüchen nicht genügte und lieber die Reißleine ziehen, anstatt etwas schlechtes zu produzieren. Bleibt nur noch, abzuwarten. Bei Herr der Ringe ging es ja auch irgendwann. Es braucht halt einen Mann mit Visionen und Überzeugungskraft, sieben Teile auf die Leinwand zu wuchten (oder gerne auch hier Filme und begleitende Serien, wie schonmal geplant).

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      • Es fehlte so wahnsinnig viel bei dem Film, aber wie sollte das auch alles in 90 Minuten untergebracht werden? Meinen Oy habe ich schmerzlich vermisst und die im Buch logischen Erklärungen fehlten auch. Mein Freund kennt die Bücher nicht und es erklärte ihm so einiges nicht. Schade, dass Amazon die Serie nicht produzieren möchte, aber besser keine Serie als eine schlechte. Vielleicht ergibt sich in Zukunft noch die Möglichkeit für eine gute Verfilmung.
        Lange Tage und angenehme Nächte wünsche ich dir,
        Susanne

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