Yellowstone (3)

Im dritten Teil meiner Yellowstone-Reihe soll es um die Tiere gehen, wegen denen ich diese Reise überhaupt erst angetreten haben: die Wölfe. Schon immer haben mich die Ahnen unserer Hunde fasziniert und ich habe mich noch mehr mit ihnen und ihrem Verhalten beschäftigt, als ich meinen eigenen Hund bekam.

 

Wölfe gab es früher zahlreich im Yellowstone-Nationalpark, jedoch wurden sie bis Ende der 1920er Jahre komplett ausgerottet. 1995 erfolgte ein Wiederansiedlungsprojekt mit 31 Tieren, die aus Kanada eingeflogen wurden. Zuerst mussten sie einige Zeit in einem Gehege im Nationalpark verbringen, wurden dann aber freigelassen. Seitdem hat sich eine recht stabile Population mit mehreren Rudeln gebildet. Frei von Verfolgung sind die Wölfe dennoch nicht. Immer wieder trachten ihnen Menschen nach dem Leben. Im Park dürfen sie nicht getötet werden, aber es gab etliche Abschüsse, sobald ein Wolf die Parkgrenzen verließ. Die Situation ist also leider ähnlich wie bei den Bisons.

 

Die ersten Fotos stammen von Tieren, die im Grizzly and Wolf Discovery Center in West Yellowstone leben. Das war unser erstes Zusammentreffen mit Wölfen. So nah kommt man den Tieren im Nationalpark dann natürlich nicht.

 

 

 

Da ich damals noch keine digitale Spiegelreflexkamera besaß, sind die folgenden Fotos nicht sonderlich hochqualitativ, aber ich war froh, dass ich so viel Zoom hatte, dass ich die Tiere noch halbwegs erkennen konnte. Diese Aufnahmen entstanden am frühen Morgen im Nationalpark. Es war sehr kalt, ca. -25 °C, aber die Begegnung mit den Wölfen ließ uns alle die Kälte vergessen. Als das Rudel dann noch anfing zu heulen, war es um uns geschehen. Sogar ein paar Tränchen flossen, Freudentränen selbstverständlich. Ich hatte schon vorher Wölfe heulen hören, z. B. im Wildpark Schorfheide, aber wenn man dieses Spektakel bei freilebenden Wölfen erlebt, dann ist das ein ganz anderes Erlebnis und sehr überwältigend.

 

 

 

 

 

In den folgenden Tagen haben wir immer wieder Wölfe gesehen, u. a. an einem Riss und auch bei einer Jagd. Dank unserer Reiseleiterin konnten wir die Tiere durch ihr Spektiv gut beobachten. Es ist allerdings sehr viel Geduld gefragt, denn nicht immer kommt man den Wölfen auf die Schliche. Nach einer üppigen Mahlzeit zum Beispiel liegen sie den Rest des Tages auf der faulen Haut und verdauen. Oftmals haben wir stundenlang nach ihnen Ausschau gehalten und mussten auch mal feststellen, dass das Objekt in weiter Ferne kein Wolf ist, sondern ein grauer Stein. 🙂

 

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

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