10 Jahre

Liebe Leserinnen und Leser,

heute vor 10 Jahren musste ich meine Dalmatinerhündin „Jule“ über die Regenbogenbrücke gehen lassen. 14,5 Jahre ist sie alt geworden, ein stolzes Alter. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, der 21.10.2009.

Ein Mittwoch war es und wir mussten die schwere Entscheidung treffen, „Jule“ einschläfern zu lassen. Zu groß war der Tumor an der Milchleiste geworden. Sie hatte mittlerweile auch Schmerzen und Probleme beim Hinlegen. Auch die Hinterbeine waren recht schwach geworden. Wir wollten sie nicht länger leiden lassen und so hieß es Abschiednehmen. Es war einer der schwersten Gänge für mich bis dahin, aber ich bin heute noch froh, dass ich bis zum Ende bei ihr war und sie ruhig hinübergleiten konnte.

Danach haben wir sie auf dem Tierfriedhof beerdigt. Ich brauchte dieses Grab für die Trauerbewältigung. Jetzt nach 10 Jahren habe ich es aufgelöst.

Und nun lasse ich unseren gemeinsamen Lebensabschnitt noch einmal in einigen Bildern Revue passieren:

 

 

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

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Höllentalklamm

Liebe Leserinnen und Leser,

am letzten sonnigen Tag dieser Woche, nämlich am Mittwoch, haben wir erneut die Tour zum Osterfelderkopf gemacht, aber dieses Mal bin ich durch die Höllentalklamm gelaufen.

Von Hammersbach aus geht es ordentlich bergauf, liegt doch der Eingang zur Klamm auf 1045 m Höhe. 5 € Eintritt kostet es, ihr könnt die Klamm dafür dann auch auf dem Rückweg passieren.

Der Anstieg lohnt sich auf jeden Fall:

Wer nach der Klamm noch ca. 30 Minuten weiterläuft, kommt zur renovierten Höllentalangerhütte. Die ist bei schönem Wetter immer gut besucht.

Liebe Grüße, Susanne

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

Durch’s Höllental

Liebe Leserinnen und Leser,

vor einigen Tagen haben wir eine Tour auf den Osterfelderkopf durch das Höllental unternommen. Die Höllentalklamm sind wir umgangen. Es führt auch ein Weg drüber, der sogenannte Stangensteig.

Es ist eine anstrengende, aber wunderschöne Wanderung. Rast haben wir zwischendurch in der renovierten Höllentalangerhütte gemacht. Ich sage nur: Schoko-Zucchini-Kuchen und Buttermilch mit Heidelbeeren. 😋

Hier ein paar Fotos:

Und weil es so schön war, nutzen wir morgen das angesagte schöne Wetter und machen die Wanderung noch einmal. Morgen gehe ich aber durch die Klamm. Nach dem gestrigen Regentag hat sich bestimmt viel Wasser angesammelt.

Liebe Grüße, Susanne

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

Grüße vom Wank

Liebe Leserinnen und Leser,

der Wank ist sozusagen der Hausberg von Garmisch-Partenkirchen und einer meiner Lieblingsberge hier.

Es gibt etliche Möglichkeiten, heraufzukommen, zu Fuß und auch per Seilbahn.

Auf einer Höhe von 1780 m befinden sich zwei Einkehrmöglichkeiten und ein wunderschönes Plateau mit freilaufenden Pferden und Kühen. Dort verläuft auch ein Rundweg.

Liebe Grüße, Susanne

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

Zugspitze

Liebe Leserinnen und Leser,

gestern ging es mal wieder zur Zugspitze, zu Fuß, durch das Reintal.

Leider war meine Kondition gestern eher mäßig, so dass wir länger als die letzten Male unterwegs waren. Aber am Ende standen wir wieder oben auf dem Gipfel.

Das Wetter war gut und zum Glück kamen auch ein paar Wolken, denn dort oben brennt die Sonne schon ordentlich.

Hier ein paar Eindrücke:

Heute ist Schontag angesagt. Die Beine brummen und die armen Füße sind leider hinten aufgerieben…

Liebe Grüße, Susanne

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

Prinzesschens Urlaub

Etwas Unheimliches ging im Hause Mayer vor sich. Prinzesschen streckte die Nase in die Luft und roch Nervosität und Vorfreude. Was würde wohl auf sie zukommen? Frau Mayer war die Aufregung im Gesicht anzusehen. Seit Tagen schon wuselte sie im Haus herum und summte dabei vor sich hin.
Gerade kam sie mit einem furchteinflößenden Gegenstand aus dem Keller gestapft und stellte ihn im Wohnzimmer ab. Prinzesschen sprang von der Fensterbank und machte einen Buckel. Ihr Fell sträubte sich und ließ sie größer erscheinen, als sie mit ihren krummen Beinchen war.
Sicherheitshalber fauchte sie das Ungetüm an, um ihm zu zeigen, wer hier die Katze im Hause war. Doch das Monster ließ sich nicht beeindrucken und blieb ungerührt von ihrem Gebaren stehen. Vorsichtig näherte sich Prinzesschen dem Ding und schnupperte daran.
»Na, meine Kleine, hast du dich schon mit dem Koffer angefreundet?«, fragte Frau Mayer und streichelte ihr über den Kopf. Prinzesschen antwortete mit einem leisen »Miau« und schnupperte an dem Objekt namens »Koffer«.
»Du kannst leider nicht mit uns in den Urlaub kommen. Aber dich erwartet dein eigenes Abenteuer.«
»Urlaub«. Noch ein neues Wort.
Erneut kam Frau Mayer ins Wohnzimmer, dieses Mal mit einem Gegenstand, den Prinzesschen zutiefst verabscheute. Oh, nein, nicht zum Tierarzt, bitte nicht! Prinzesschen wich zurück und legte die Ohren an. Frau Mayer lachte.
»Nein, Prinzesschen, keine Angst. Kein Tierarzt. Du darfst deinen Urlaub in der besten Tierpension der Stadt verbringen.«
Prinzesschen spitzte die Ohren. Was war denn eine Tierpension? Und warum fuhren die Mayers ohne sie in den Urlaub?

»Urlaub? Koffer? Tierpension?«, fragte Anton.
»Los, sag schon. Hast du eine Ahnung, was mir bevorsteht?«
Der rote Kater schaute sie mit einem mitfühlenden Blick an und nickte.
»Ich bin jedes Jahr im Sommer für längere Zeit dort, was deine Menschen Tierpension nennen. Sie nennen es Urlaub, für mich ist es schlimmer als der Tierarztbesuch. Stell dir vor, ich bekomme da viel zu wenig zu fressen.«

»Miez, Miez, nun komm doch da raus«, flehte Frau Mayer, die mit hochrotem Kopf unter das Bett schaute und mit ein paar Wurststückchen wedelte.
Prinzesschen hatte sich in die hinterste Ecke gequetscht. Von so ein paar Leckereien würde sie sich nicht bestechen lassen. Anton hatte ihr in den dunkelsten Farben seine Erlebnisse in der Tierpension ausgemalt. Sie hatte überhaupt keine Lust auf »Urlaub«.
»Helmut, nun mach doch mal was!«, rief Frau Mayer entnervt in Richtung Badezimmer.
Doch Herr Mayer konnte nichts ausrichten. Prinzesschen blieb unter dem Bett hocken. Sollten die Mayers doch in den Urlaub fahren. Sie würde hier auch alleine zurechtkommen.
Sie war nur eine Sekunde weggenickt, – länger konnte es nicht gewesen sein – als sie eine Hand an ihrem Hals spürte. Noch bevor Prinzesschen entwischen konnte, hatte Frau Mayer sie schon ergriffen und bugsierte sie trotz heftiger Gegenwehr in die verhasste Transportbox. Verflixt!

Hier roch alles so fremd, nach anderen Katzen und zu allem Überfluss auch nach Hunden. Und dann erst diese Geräuschkulisse! Dem Gekläffe nach zu urteilen, mussten hier Hunderte davon leben. Das sollte der viel beschworene »Urlaub« sein?
Frau Mayer setzte die Transportbox ab und öffnete die Tür.
»Prinzesschen, schau mal, wie schön es hier ist. Und neue Freunde hast du hier auch.«
Neue Freunde? Sie hatte in ihrem Zuhause genügend. Wozu brauchte sie neue?
Vorsichtig streckte sie den Kopf aus der Box. Ein schwarz-weißer Kater saß am Fenster und ignorierte sie.

»Hey, wer bist du denn?«
Prinzesschen fauchte erschrocken, als sich die getigerte Schönheit vor ihr aufbaute. Eine solch große Katze hatte sie noch nie gesehen. Anton war nichts dagegen. Das war doch nicht etwa ein echter Tiger, so einer, wie sie ihn letztens im Fernsehen bewundert hatte? Sie drehte sich nach Frau Mayer um, aber diese war bereits gegangen. Hilfe war nicht zu erwarten.
»Na, hat es dir die Sprache verschlagen? Das ist nicht besonders höflich, weißt du?«
Prinzesschen setzte sich aufrecht hin und hoffte, dadurch etwas größer zu wirken.
»Ich bin Prinzesschen. Und du?«
Die Tigerin prustete vor Lachen.
»Prinzesschen? Das ist wirklich dein Name?«
»Was ist bitte daran so lustig?«
»Ach, vergiss es. Nicht so wichtig. Mein Name ist Sidonie von der Villa Waldesruh.«
Und die macht sich über meinen Namen lustig, dachte Prinzesschen.

Der Urlaub war gar nicht so übel. Entgegen ihren Befürchtungen bekam sie hier genügend zu fressen und die Dosenöffner waren freundlich und verteilten jede Menge Streicheleinheiten. Sidonie entpuppte sich als wunderbare Spielkameradin, nur Rudolph, der schwarz-weiße Kater, saß lieber am Fenster und starrte hinaus. Er hätte Heimweh, so nannte es Sidonie.

»Prinzesschen, wach auf.«
Prinzesschen knurrte leise. Sie träumte gerade von ihrer Familie und wollte nicht geweckt werden.
»Nun, komm schon. Deine Familie ist zurück.«
Prinzesschen spitzte die Ohren. Was hatte Sidonie da gesagt? Mit einem Satz war sie aufgesprungen und drückte ihre Nase dicht ans Fenster. Und da waren sie, Frau und Herr Mayer, und sogar Franzi war dabei.

»Meine Kleine, wir sind wieder zurück.«
Schnurrend strich Prinzesschen um die Beine ihrer Familie. Zum Abschied nickte Sidonie ihr zu.
»Mach’s gut, Prinzesschen, bis zum nächsten Mal.«

 

 

Text: Susanne Sommerfeld