Kleiner Luchs

Hallo ihr Lieben,

ich war am Wochenende im Umland unterwegs. Plötzlich fühlte ich mich beobachtet und als ich genau hinsah, saß da ein Tier und sonnte sich. Auf den ersten Blick sah es wirklich aus wie ein kleiner Luchs. Es war aber „nur“ ein äußerst großer Kater.

 

 

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

 

 

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Winterabend im gemütlichen Heim

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Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe heute meine Nelly fotografiert, während sie einen Winterabend, eingekuschelt in ihre Lieblingsdecke, verschläft. Dabei fielen mir folgende Zeilen ein:

 

Schnurrend tratst du in mein Leben, das du zärtlich jetzt regierst.

Machtest mich zum Katzennarr, stahlst mein Herz ganz ungeniert.

Im Fenster nur der Mond sich spiegelt, doch das lässt dich einfach kalt.

Völlig unbewegt verharrst du kleines Wesen, als wärst du nicht von dieser Welt.

Da liegst du, eingehüllt in eine warme Decke, träumend von Abenteuern, während die Nacht ganz langsam verstreicht,

nur deine Barthaare zucken ganz leicht.

Du süße Nelly, jetzt komm ich zu dir, streichele sanft dein weiches Fell.

Dein treuer Blick, der auf mich fällt, macht mein Herz weit und hell.

 

Liebe Grüße und kommt weiterhin gut durch den Winter,

eure Uta

 

Text und Foto: Uta Wentzke

Auf ins Jahr 2019!

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Hallo ihr lieben Leserinnen und Leser,

ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Der ein oder andere von euch hat sich sicher etwas für 2019 vorgenommen. Auch ich habe mir den ein oder anderen Plan überlegt.

Als erstes kommt das Schreiben: regelmäßiger, wenn möglich also jeden Tag, aber nicht in solchen Umfängen wie beim NaNoWriMo. Mein Ziel sind um die 250 Wörter am Tag, ein Ziel, was schaffbar sein sollte. Entweder schreiben oder auch korrigieren, das zählt ebenso. Mein NaNoWriMo-Projekt ist noch nicht ganz fertig. Dort heißt es, die Geschichte im Januar zu Ende zu bringen, um dann mit der ersten Überarbeitung zu beginnen und die Geschichte hoffentlich noch in diesem Jahr zu veröffentlichen. Außerdem habe ich mir vorgenommen, öfter mal eine Kurzgeschichte zu verfassen, um im Schreibfluss zu bleiben, auch wenn ich nicht am Roman arbeite. Diese werden dann auch hier auf dem Blog veröffentlicht und ich freue mich schon auf eure Kommentare und auch Anregungen.

Dann komme ich zum Thema Sport. Ich habe das im November und Dezember etwas schleifen lassen. Daher strebe ich wieder mindestens 2 x Ausdauertraining pro Woche an. Bewegung tut mir gut, also werde ich mich auch täglich an der frischen Luft bewegen, auch wenn das Wetter mal grauselig ist.

Das waren meine Vorsätze und ich denke, die sind nicht so utopisch, dass ich sie nicht schaffen könnte. Mögt ihr mir schreiben, was ihr für 2019 plant? Ich freue mich über eure Kommentare.

Ein gesundes neues Jahr euch allen,

eure Susanne

Fotos: Uta Wentzke

Katzenweihnacht – Eine weihnachtliche Kurzgeschichte (Teil 3/3)

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Mit einem Ruck fuhr der Schlitten an und Prinzesschen drückte sich fest auf das weiche Fell. Die Glöckchen der Rentiere bimmelten immer lauter, je schneller der Schlitten fuhr und mit einem Mal hoben alle neun Tiere ab.
„Wie im Film, es ist wie im Film“, murmelte Prinzesschen vor sich hin.
Als sich der Schlitten in die Luft erhob, spürte sie ein kribbelndes Gefühl im Bauch. Wenn das kein Abenteuer war! Sie würde dem Nachbarskater eines Tages davon erzählen. Seine Vogeljagd war nichts dagegen. Langsam entspannte sie sich und wagte sogar einen Blick nach unten.
„Gefällt dir das, kleine Katze?“, fragte der Weihnachtsmann und lächelte.
Prinzesschen nickte.
„Es ist einfach wunderbar. So ein Abenteuer hätte ich mir nie erträumt. Aber woher kennst du mich?“
„Mein entzückendes Prinzesschen. Ich kenne alle Menschen und ihre Wünsche, vor allem die der Kinder und der Tiere. Nun bist du an der Reihe, dass dir ein Traum erfüllt wird.“

Unter ihnen blitzten die ersten Lichter. Sie hatten die große Stadt erreicht. Prinzesschen kannte die Stadt, denn dort wohnte der Tierarzt.
„Halt dich fest, kleine Katze. Jetzt wird es ernst.“
Kaum hatte der Weihnachtsmann seine Worte ausgesprochen, neigte sich der Schlitten nach unten. Die Rentiere galoppierten in einem haarsträubenden Tempo dem Boden entgegen, zogen eine steile Kurve und landeten dann den Schlitten etwas unsanft auf der Straße. Prinzesschen hatte sich im Lammfell festgekrallt und entspannte sich erst, als der Schlitten zum Stehen kam.

Der Weihnachtsmann sprang trotz seines erheblichen Umfangs elegant vom Kutschbock und schnappte sich den ersten Sack von der Ladefläche.
„Worauf wartest du, Prinzesschen? Komm mit.“
„Rutschst du denn nicht durch den Schornstein?“
Der Weihnachtsmann grinste.
„Da hat das Fernsehen ja ganze Arbeit geleistet. Nein, ich bevorzuge schon immer Türen.“
Sie schlichen auf leisen Sohlen durch das stille Haus bis ins Wohnzimmer und legten die Geschenke unter den Weihnachtsbaum. Auf einmal knarzte im oberen Stock eine Diele und sie hörten ein leises Kichern. Prinzesschen zuckte zusammen, aber der Weihnachtsmann blieb gelassen. Er legte den Zeigefinger auf die Lippen und wies mit dem Kopf zur Terrassentür. Mit flinken Schritten verließen sie das Haus und tauchten im dunklen Garten unter.

„Hat dich schon mal ein Kind ertappt?“, fragte Prinzesschen, als sie wieder auf dem Schlitten saßen und zum nächsten Haus fuhren.
„Ja, das ist mir schon passiert. Zum Glück glaubte das Kind noch an mich und hat mich nur angestarrt.“
Gab es denn Kinder, die nicht an den Weihnachtsmann glauben?, fragte sich Prinzesschen.
„Ich kann deine Gedanken hören, kleine Katze. Glaube mir, es wird immer schwieriger, die Kinder davon zu überzeugen, dass es mich wirklich gibt.“

Die Nacht verging im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug. Sie hatten unzählige Geschenke verteilt. Prinzesschen stellte sich vor, wie die Kinderaugen am nächsten Tag leuchten würden.
Der Morgen graute bereits, als der Schlitten wieder vor Prinzesschens Haus landete. Wehmütig verabschiedete sie sich von den Rentieren. Wer wusste schon, ob sie sie je wiedersehen würde? Der Weihnachtsmann und seine Helfer machten sich nun wieder auf den Weg in den Norden, in ihre Heimat.
Prinzesschen drehte sich noch einmal um, als sie an der Haustür angekommen war. Rudolphs Nase blinkte rot, als der Weihnachtsmann das Signal zum Starten gab. Nach wenigen Sekunden war der Schlitten auch schon verschwunden.

Was für ein Abenteuer, dachte Prinzesschen und rollte sich in ihrem gemütlichen Bettchen zusammen. Sie träumte vom Weihnachtsmann, von fliegenden Rentieren und einer wilden Schlittenfahrt durch die Nacht. Am nächsten Tag wachte sie auf und hätte nicht sagen können, ob sie die Erlebnisse der letzten Nacht wirklich erlebt hatte oder ob alles nur ein Traum gewesen war. Ihr Blick fiel auf den Weihnachtsbaum, der prächtig geschmückt im Wohnzimmer stand. Darunter lagen vier Pakete, die gestern noch nicht dort gelegen hatten.

Prinzesschen setzte sich auf die Fensterbank und schaute zum Himmel. Wie immer im Winter wurde es schon wieder dunkel. Sie meinte, ein leises Glockengeläut zu vernehmen und dann sah sie es: ein rotes Blinken am Himmel. Kein Flugzeug, nein, es war Rudolph, der ihr einen freundlichen Gruß zu Weihnachten schickte.

 

Text: Susanne Sommerfeld

Foto: Uta Wentzke

Veranstaltungsinfo

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

seit einigen Monaten verfolge ich nun schon den Blog von Ines Gillmeister – Weg ins Leben 2.0.

Ines muss ihren Alltag mit zwei Kindern und zwei Hunden seit Juli 2018 komplett alleine stemmen, da ihr geliebter Mann leider an einem Multiplen Myelom gestorben ist. Leider wurde trotz einer großen DKMS-Aktion kein Stammzellspender für ihn gefunden.

Ines hat nun ein Buch über die Zeit seit Beginn der Erkrankung bis jetzt geschrieben und es wird von Eden books veröffentlicht. Um das Ganze noch zu krönen, findet Ende Januar die Buchpremiere in Berlin statt. Vielleicht wohnt ihr ja in Berlin und könnt Ines mit eurer Anwesenheit etwas unterstützen. Sie ist nämlich – logischerweise – schon sehr aufgeregt.

Hier findet ihr ihren Blogbeitrag dazu mit allen Informationen über das wann und wo der Buchpremiere: Buchpremiere.

Ich möchte noch betonen, dass ich keine Provisionen oder Ähnliches für diese Werbung bekomme. Es ist mir einfach ein Anliegen, Ines zu unterstützen. Ich finde ihr Engagement bemerkenswert. Es war sicher nicht leicht, über die Krankheit und das Sterben ihres Mannes zu schreiben und jetzt auch in der Öffentlichkeit darüber zu sprechen. Sie ist eine starke Frau, die alle Unterstützung verdient hat, die sie bekommen kann, auch wenn es nur in Form meines Blogbeitrages ist.

Liebe Adventsgrüße,

eure Susanne

Katzenweihnacht – Eine weihnachtliche Kurzgeschichte (Teil 2/3)

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„Ich bin übrigens Comet, eines der Rentiere von Santa Claus.“
„Comet, was für ein außergewöhnlicher Name. Wie viele Rentiere hat dieser Santa Claus denn?“
„Wir sind neun. Der Star ist natürlich Rudolph. Sicher hast du schon von ihm gehört.“
„Der mit der roten Nase? Franzi hat die Geschichte mal im Fernsehen geschaut.“
Comet seufzte.
„Ja, Rudolph kennt jeder. Nur wir werden gern mal vergessen.“
Das Rentier stapfte auf den Gartenzaun zu und schlüpfte durch das offene Türchen. Prinzesschen blieb stehen und schnupperte am Schnee. Der kitzelte in der Nase. Wieder eine neue Erfahrung. Schließlich hatte sie das Haus bis jetzt nur selten verlassen und wenn, dann nur im Auto der Mayers. Dann fuhren sie sie immer zum Tierarzt, eine unangenehme Sache. Ratlos schaute sie sich zum Haus um, dann wieder zum Gartentürchen. Sollte sie wirklich hinter dem seltsamen Rentier herlaufen? Was hatte Comet vor?
„Nun komm schon, Prinzesschen. Du wolltest ein Abenteuer und jetzt hast du die Chance. Du wirst doch nicht kneifen, oder?“

Sie und kneifen? Entschlossen schüttelte sie den Kopf und verließ den Garten ihrer Familie. Comet lief munter auf dem Bürgersteig vornweg und Prinzesschen hatte Müh und Not, mit ihren krummen Beinchen Schritt mit ihm zu halten. Doch sie würde sich nicht beschweren. Comet würde schon sehen, was in ihr steckte. Schließlich gehörte sie zur selben Familie wie Tiger und Löwen. Sie hüpfte durch den weichen Pulverschnee und genoss das kalte Gefühl an ihren Pfoten. Immer dichter fielen die Schneeflocken vom Himmel und ab und zu streckte Prinzesschen die Zunge heraus, um eine Flocke einzufangen.
„Du warst wirklich noch nie draußen, oder?“, fragte Comet nach einiger Zeit.
„Ich bin eine Hauskatze. Meine Familie hat Angst, dass ich unter die Räder komme. Schau dir doch bloß meine Beine an! Damit bin ich nicht gerade die Schnellste.“
Schweigend liefen die beiden weiter, bis sie die letzten Häuser und Laternen der Straße hinter sich gelassen hatten. Danach führte sie ein schmaler Pfad direkt in den dunklen Wald. Prinzesschen blieb stehen. Solch eine Schwärze hatte sie noch nie erlebt. Was alles hinter den vielen Bäumen lauern mochte?

Huh-Huhuhu-Huuuh!
Prinzesschen stemmte ihre Pfötchen in den Boden. Ihre Ohren zuckten in alle Richtungen.
„Was war das?“
„Nur ein Waldkauz. Vor dem brauchst du keine Angst zu haben. Der jagt Mäuse, so wie ihr Katzen auch.“
Ein Waldkauz, was das wohl sein mochte? Doch sie fragte nicht nach. Comet hielt sie schon für unwissend genug. Langsam lief sie weiter, schaute sich aber immer wieder um. Sie war erstaunt, wie gut sie im Dunkeln sehen konnte, aber auch ihre Ohren vernahmen selbst leiseste Geräusche. Überall raschelte und knackte es. Ihre Nerven waren bis auf Ärgste gespannt.
„Sag mal, Comet, wohin gehen wir denn?“
Er antwortete nicht, sondern wies mit einer nickenden Bewegung nach vorn. Ein rot blinkendes Licht war zwischen den Bäumen zu sehen. Dann hörte sie das leise Bimmeln von Glöckchen. Dieses Geräusch hatte sie schon einmal gehört, in dem Film über das Rentier Rudolph, den Franzi damals zu Weihnachten gesehen hatte.

Prinzesschen lief so schnell es ihre unförmigen Beinchen erlaubten. Comet eilte neben ihr her. An der Lichtung angekommen, stoppte sie. Sie traute ihren Augen kaum. Die Szene wirkte, als wäre sie einem Traum oder ihrer abenteuerlustigen Fantasie entsprungen. Comet stupste sie an und Prinzesschen schlich auf die acht Rentiere zu, die sich um einen großen Holzschlitten geschart hatten. Auf dem Schlitten saß ein in einen roten Mantel gekleideter Mann von unschätzbarem Alter mit einem weißen langen Bart und vor Freude blitzenden Augen. Er lachte laut und hielt sich dabei seinen dicken Bauch.
„Hey, Comet! Wen hast du denn da mitgebracht?“
Neugierige Blicke hefteten sich auf sie und der Mann – das musste wohl der Weihnachtsmann sein – stieg von seinem Schlitten. Er hockte sich vor sie hin und schaute sie freundlich an.
„Bist du etwa Prinzesschen, die kleine Katze, die von großen Abenteuern träumt?“
Prinzesschen war so verdutzt, dass sie kein Wort hervorbrachte. Der Mann erhob sich und lachte erneut herzhaft. Dann klatschte er in die Hände.
„Na, dann wollen wir mal. Auf geht‘s. Wir haben keine Zeit zu verlieren.“

Prinzesschen staunte, wie schnell sich die Rentiere vor dem Schlitten sortiert hatten, Rudolph selbstverständlich vorn an der Spitze. Das berühmte Rentier war leicht zu erkennen, denn seine Nase leuchtete in demselben Rot wie der Mantel des Weihnachtsmannes. Dieser spannte die Rentiere an und setzte sich auf den Kutschbock. Mit seiner rechten Hand klopfte er neben sich.
„Willst du hier Wurzeln schlagen, Prinzesschen? Spring auf den Schlitten. Du darfst neben mir sitzen.“
Mit einem Satz sprang sie hinauf und nahm auf dem weichen Lammfell Platz. Sie schaute sich um und sah, dass der Schlitten voller Säcke war. Das waren vermutlich die Geschenke für die Kinder.
„Los, meine Rentiere. Ihr wisst, was ihr zu tun habt. Lasst uns den Kindern das Weihnachtsfest versüßen.“

 

Text: Susanne Sommerfeld

Foto: Uta Wentzke